Off-campus access
Using PhilPapers from home?
Click here to configure this browser for off-campus access.
- Laird Addis (1988). Dispositional Mental States: Chomsky and Freud. Journal for General Philosophy of Science 19 (1):1-17.Zusammenfassung Chomsky behauptet, daà das BewuÃtsein die Struktur eines grammatischen Ãbersetzungsapparates hat, Freud dagegen betrachtet es als einen unbewuÃten Geisteszustand. Es wird gezeigt, wie sich diese Theorien innerhalb einer Metaphysik des BewuÃtseins vereinbaren lassen, die nur bewuÃte Geisteszustände als grundlegend, Sinneswahrnehmungen, Bilder, Emotionen und dergleichen als sekundär, und veranlagungsbedingte (natürliche) Geisteszustände als tertiär bezeichnet. Hervorzuheben wäre, daà grammatische Ãbersetzungsapparate und unbewuÃte Geisteszustände, wie alle menschlichen Veranlagungen, als Eigenheiten des Körpers, welcher gewissen Gesetzen und Prinzipien unterliegt, zu analysieren sind.
Similar books and articles
In der aktuellen Diskussion werden die Begriffe "Vernunft" und "Rationalität" in Frage gestellt. Mit der "Rationalität" einer Handlung, einer Haltung oder einer Organisation bezeichnet man im Allgemeinen den Erfolg bei der Verwirklichung eines bestimmten Zweckes. Die "instrumentale Rationalität" als Grundlage einer Ethik, für die das Nachdenken über den Wert der Zwecke ohne Belang ist, wurde seit jeher heftig kritisiert. Kant verwendet das Wort "rational" in Bezug auf die Bestimmungsgründe des Willens. Nach Kant sind die Bestimmungsgründe des Willens entweder „subjektiv und empirisch" oder „objektiv und rational". Wenn der Wille "rational" bestimmt wird, so hat dies zur Folge, dass die Personen andere Personen nicht nur als Mittel, sondern auch als Zweck behandeln. Also in der Kantische Ethik weist das Wort "rational" auf ein Wesen hin, das selbst ein Zweck ist und deshalb als solcher behandelt werden soll. Schließlich bedeutet in der Kantischen Ethik das Wort "rational" eine "Rationalität" der Zwecke.
No categories
Husserls Ansatz der Transzendentalphänomenologie wird gemeinhin als Versuch einer rationalen Letztbegründung von Erkenntnis überhaupt gedeutet. Sein Verständnis der konstitutiven Rolle des reinen Bewußtseins gegenüber dem Weltphänomen als solchem sowie seine Betonung des teleologischen Aspektes der transzendentalen Vernunft scheint sein Denken von vornherein in radikalen Gegensatz zu all jenen phänomenologischen Entwürfen zu bringen, die – wie etwa Heidegger oder Fink – die Beziehung von Subjekt und Welt sowie die Philosophie als ganze wesentlich vom Spiel her zu verstehen suchen. Andererseits hat die phänomenologische Epoché durch die in ihr liegende Neutralisierung der Existenzsetzung von transzendenter Wirklichkeit bisweilen in dem Ruf gestanden, sich in die freischwebende Sphäre der „reinen Denkbarkeiten und Fiktionen zurückziehen zu wollen. Ausgehend von gewissen kritischen Bemerkungen Husserls zu den Analysen der praktischen Verwendungs- und Verstehenszusammenhänge in Sein und Zeit soll in diesem Artikel gezeigt werden, daß der Spielbegriff bei Husserl so vielschichtig ist wie die intentionale Struktur des Bewußtseins selbst. Zwischen der existenzneutralen Betrachtung „freischwebender eidetischer Strukturen einerseits und der Betonung des absoluten teleologischen Zwecksinnes der transzendentalen Bewußtseinsaktivität andererseits versucht Husserl, die Motivation des Durchbruchs der rein theoretischen Haltung als solcher vor dem Hintergrund spielerischer Freiheit und Spontaneität zu verstehen. Im Gegensatz zu Heidegger wird die „spielerische Neugierde der theoretischen Haltung, die auch der Epoché zugrunde liegt, als ein positives Grundphänomen verstanden, das auf die Freiheit des transzendentalen Subjekts von dinglichen Zweckzusammenhängen und damit auf seine überweltliche Würde als transzendentale Person verweist.
Zusammenfassung Es wird zu zeigen versucht, daà die Unterscheidung logischer und faktischer Wahrheiten nicht gelingen kann, solange nicht zwei Arten von Existenz unterschieden werden, nämlich logische Existenz als Widerspruchsfreiheit und faktische als an Ort und Zeit gebundene Existenz. Die Vernachlässigung der Bedingungen von Ort und Zeit führt dazu, daà z. B. Leibniz, Frege und Russell die faktische Wahrheit auf die logische zurückführen, was wiederum dadurch begünstigt wird, daà die genannten Autoren Individuum und Einermenge nicht konsequent unterscheiden.
Diese Arbeit ist als wiederholte, interdisziplinäre Begriffsbildung über den "Begriff" als Wort- und Denkeinheit angelegt. Begriffe werden als grundlegende Einheiten von Sprache und "Begreifen" aufgefasst, Neuronen als grundlegende Einheiten biologischer "Informationsverarbeitung". Tropen als Überbegriff einer bestimmten Gruppe rhetorischer Sprachfiguren (Metapher, Allegorie, Metonymie und die Synekdoche) verbinden Bezeichnung und (davon verschiedene) Bedeutung durch Sprung und Verschiebung. Die Schwierigkeit ist, zu beschreiben, wie Sprache, Denken und Erkennen grundlegend zusammenwirken könnten, denn es gilt entweder die Trennung von Erfahrung, Gedachtem und sprachlichen Phänomenen (wie Schrift oder Rede) zu überbrücken oder das Gemeinsame zu orten. Diese Brücke, dieses "Dazwischen", wird hier als "tropisches Verhältnis" postuliert. Als das Gemeinsame von Philosophie und Naturwissenschaft wird die Verwendung von Sprache herausgestellt, um Erfahrung und/oder Denken zu übertragen. Im Durchlaufen von Kants Argumentation der transzendentalen Deduktion in der Kritik der reinen Vernunft sowie von physiologischen Beschreibung von Nervenzellaktivitäten bei Lernen und Gedächtnis wird diese These kohärent nachvollzogen. Tropen, Begriffe und Neuronen werden korreliert, die These lässt sich aber durch das sprachliche Regressproblem nicht beweisen. Die Rolle von Einbildungskraft, Schemabildung, Zeit, subjektiver Sinnesphysiologie, kognitiven Kategorisierungsvorgängen etc. verdichtet die Verweise auf Sprung, Verschiebung und Polysemie im Gegensatz zu einer monosemischen (naiven) Abbildungstheorie. Tropen und Neuronen werden als Perspektiven der brauchbaren Verwendung von sprachlichen Figuren in Naturwissenschaft und Philosophie vorgestellt, um "Begriffe" in Bewegung zu halten oder zu hypostasieren.
No categories
Die vorliegende Studie befasst sich mit der Deutung, die der so vielschichtige Begriff des Lebens Anfang des 20. Jahrhunderts in der neukantianischen Transzendentalphilosophie sowie in der Phänomenologie erfahren hat. Am Beispiel von Natorp, Husserl und Heidegger werden verschiedene Ansätze analysiert, die darauf abzielen, den Lebensbegriff aus seinen vitalistischen und historistischen Verengungen zu befreien und zur Deutung der Grundstrukturen des Bewusstseins bzw. der faktischen Existenz heranzuziehen. Dabei zeichnet sich eine Entwicklung ab, die von einer wenig differenzierten Verwendung des Lebensbegriffs als Synonym der Bewusstseinsdynamik als solcher (Natorp) über die Dualität von vorphänomenologischem Welterleben und transzendentalem Bewusstseinsleben (Husserl) bis hin zur Einsicht in die vorsubjektive Primordialität des „Lebens selbst“ (Heidegger) führt. Das Leben erscheint somit letztlich als kein wie immer geartetes Was, sondern als ein Wie, nämlich als die Möglichkeit, das Kontinuum des Welterlebens jederzeit zu durchbrechen und es auf den Grad seiner Nähe zur Intensität des Ursprungserlebens hin transparent zu machen.
Die meisten liberalen Versionen des Staates beruhen auf einer philosophisch an- spruchsvollen Theorie über die Natur menschlicher Individualität und deren norma- tiv relevanten Implikationen. Es wird oft angenommen, daß kontrastierende Theorien über die Unhintergehbarkeit intersubjektiver Beziehungen sowie über den abgeleite- ten oder sekundären Status der Individualität potentiell, wenn nicht sogar tatsächlich illiberal sind, und Hegels mutmaßliche „organische“ Theorie des Staates wird dabei oft als Beispiel angeführt. Ein Hauptschauplatz dieser Debatten ist die These solcher Neo-Hegelianer wie Charles Taylor und Axel Honneth, daß auch nur die Möglichkeit des liberalen Schlüsselbegriffs eines freien und rationalen Individuums auf einer sozialen Voraussetzung von großer politischer Relevanz beruht – der gegenseitigen Anerkennung. Ich werde mich den Quellen dieser Auseinandersetzung zuwenden (die zuweilen auch postmoderne „Identitätspolitik“ genannt wird) und damit Hegel’s ursprünglichem Argument. Dabei werde ich untersuchen, worin genau Hegel zufolge die Natur der menschlichen Abhängigkeit besteht, um die es in dieser Auseinander- setzung geht, und was genau als Erfüllung einer solchen Abhängigkeitsbedingung gelten kann. Was Hegels Antwort auf die erste Frage ist, wird, so meine These, sich als leichter eruierbar erweisen als die Antwort auf die zweite Frage.
Zusammenfassung Es soll die These begründet werden, daà die Suche nach Wahrheitskriterien als philosophische Anstrengung sinnlos ist, weil einerseits mit Wahrheit ein Absolutheitsanspruch der Erkenntnis erhoben werden muÃ, andererseits aber ein solcher Anspruch mit Hilfe von Wahrheitskriterien nicht eingelöst werden kann. Die Begründung faÃt den spezifischen Geltungscharakter des Wahrheitsanspruchs (I) und einen unausweichlichen Regreà bei Wahrheitsfragen (II) als geeignete Hinweise auf, daà und wieso Wahrheitskriterien logisch unmöglich sind; daà und wieso die Erkenntnispraxis darunter keinen Schaden erleidet; daà und wieso Wahrheit als die regulative Rolle verstanden werden soll, welche der Wahrheitsanspruch in der Erkenntnis hat (III).
Zusammenfassung Die Wissenschaftspsychologie wird als ein Gebiet interdisziplinärer Forschungen an der Grenze zwischen Psychologie und allgemeiner Theorie und Geschichte der Wissenschaft erörtert und ihr Verhältnis zu den anderen Richtungen der Wissenschaftsforschung, insbesondere zur Logik der Wissenschaftsentwicklung und zur Wissenschaftssoziologie dargestellt. Dabei heben die Autoren hervor, daà die Ausarbeitung jeder dieser Disziplinen eine Umgestaltung ihrer Ausgangsbegriffe und -methoden voraussetzt, was der Natur der Wissenschaft als spezifischen Systems und als besonderer sich historisch entwickelnder Tätigkeitsform entspricht. Als Grundprobleme werden u.a. behandelt: Kreativität, Motivation und Schaffensdynamik des Wissenschaftlers, das Verhältnis von Persönlichkeit und Kollektiv in der modernen Wissenschaft und das Funktionieren âkleiner Gruppen.
Zusammenfassung Die Philosophiegeschichte (als Philosophiegeschichtsschreibung) hat festen Bestand als philosophische Disziplin. Sie wird hier als eine âNachlese (discours second) der authentischen Texte der Philosophen eingeführt. Der heutige wissenschaftstheoretische Reflexionsstand im allgemeinen legt auch eine Reflexion auf die Prinzipien dieses âzweiten Diskurses nahe. Dazu sind Vorbedingung die effektive Kenntnis der âGeschichte der Philosophiegeschichte selber (wozu Verf. in seiner âHistoire de l'histoire de la philosophie von 1973 wesentliche Vorarbeiten geleistet hat) wie auch der Prinzipien, die diese Historiographie steuern. Eine Reihe sich für eine solche âPhilosophie der Philosophiegeschichte stellender Fragen und Problem-Topoi wird genannt, deren Existenz die heute allgemein spürbare âPrinzipienkrise der Philosophiegeschichtsschreibung ausmacht. Das führt zu der Frage, inwieweit die Prinzipienreflexion und das ProblembewuÃtsein selber den Verfall einer magistralen Philosophiegeschichtsschreibung mitbedingt, der durch Kollektivarbeiten allenfalls verdeckt, nicht aber kompensiert wird.
Zusammenfassung Es wird die Entwicklung von Positivismus und Empirismus, beginnend vom Anfang des vorigen Jahrhunderts, untersucht. Als das âGegebene wollte der ältere (âklassische ) Positivismus allein die Erlebnisdaten gelten lassen. Die kritische Auseinandersetzung mit der kantischen Einteilung der Satzformen führte nicht nur zur Gegenüberstellung der empirischen Daten und der analytischen Strukturen als âgegebenen Bereichen, sondern lieà auch die sprachlogisch-hypothetische Form der Ausdrücke und Sätze über die objektive Realität erkennen. Die erkenntnislogische Analyse gelangte so zur Unterscheidung dreier gegebener Bereiche: der Erlebnisdaten (BewuÃtseinsdaten), der logisch-mathematischen Formen und der objektiven (bewuÃtseinsunabhängigen) Realität. Bezogen auf diese drei Bereiche gewinnen wissenschaftliche Grundbegriffe wie âRaum , âZeit , âWahrheit , âWahrscheinlichkeit u.a.m. unterschiedliche Bedeutungen, wodurch die Grundlagenfragen in ganz neuem Sinne gestellt werden müssen. Der logisch fundierte Positivismus und Empirismus erweisen sich so als eine erkenntnisanalytische Methode, die von den Satzarten der Wissenschaften und des Alltags, den Methoden ihrer Gewinnung und Nachprüfung und den zu ihrer Darstellung benutzten sprachlogischen Elementen als dem âGegebenen ausgeht.
Discussion of Laird Addis, Dispositional mental states: Chomsky and Freud
|
|
There are no threads in this forum |
Nothing in this forum yet.

