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Die Frage, was eine wissenschaftliche Erklärung ist, stellt seit mehr als einem halben Jahrhundert ein zentrales Thema der Wissenschaftsphilosophie dar. Die heutige Diskussion begann mit einer richtungsweisenden Arbeit von Carl Hempel im Jahre 1942 über den Erklärungsbegriff in der Geschichtswissenschaft. In dieser Arbeit gab Hempel, frühere Überlegungen von John Stuart Mill, Karl Popper und anderen präzisierend, eine formale Definition der Erklärung eines singulären Faktums.1 Mit seiner dem zugrunde liegenden Auffassung, dass die Wissenschaften sehr wohl in der Lage sind, Erklärungen zu liefern, setzt sich Hempel ab von den zur damaligen Zeit vorherrschenden antimetaphysisch gestimmten Erklärungsskeptikern wie Pierre Duhem. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass Hempels Definition des Konzeptes der wissenschaftlichen Erklärung nicht wesentlich über das Deskriptive hinaus geht und damit auch und gerade von Empiristen akzeptiert werden kann. Bekanntlich versteht man unter einer Erklärung in Hempels Deduktiv-Nomologischen (D-N) Modell ein deduktiv gültiges Argument, zu dessen Prämisse (dem sog. Explanans) mindestens ein universelles Gesetz und eine Menge von singulären Sätzen gehört und dessen Konklusion das zu erklärende Faktum (das sog. Explanandum) ist.
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Aristoteles hat in seiner berühmten Abhandlung über die Lust eine Einteilung der Philosophenmeinungen bezüglich der Lust vorgenommen.2 Die einen, sagt er, halten die Lust für das höchste Gut; die anderen meinen, daß die Lust ganz und gar schlecht sei. Unter den Lustgegnern nennt Aristoteles wiederum zwei Gruppen. Die einen lehnen die Lust aus Überzeugung ab, die anderen nur aus pädagogischen Gründen. Manchen liegt das Thema so am Herzen, daß sie, wie Aristoteles bemerkt, aus pädagogischen Gründen wider bessere Einsicht argumentieren.
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Als Erkenntnistheorie der phänomenologischen Erkenntnis versteht sich die folgende Untersuchung als ein zentrales Stück der von Husserl geforderten Selbstkritik der phänomenologischen Erkenntnis. Ausgehend vom normalsprachlichen Wahrheitsbegriff und dessen Explikation soll die prinzipielle Möglichkeit wahrer phänomenologischer Beschreibungen durch Rückgang auf das Phänomen der Wahrheit ausgewiesen werden. Im Anschluss an Husserls Analysen der vorprädikativen Erfahrung wird die explizierende Betrachtung (in Abgrenzung zum prädikativen Urteil) als die eigentlich erkennende, nämlich die kategorialen Strukturen der Phänomene erfassende und offenlegende Leistung exponiert, die einerseits anschaulich begründete prädikative Urteile allererst ermöglicht und andererseits diese bewahrheitet. Die vorprädikative Erfassung liegt dabei auch der kategorialen Anschauung als einer bereits prädikativen Leistung konstitutiv zugrunde.
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Die Frage nach dem Verhältnis aufeinanderfolgender Theorien rückte spätestens mit der Publikation von T. S. Kuhns einflußreicher Schrift Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen im Jahre 1961 in den Brennpunkt wissenschaftsphilosophischer Untersuchungen. Dabei gibt es im wesentlichen zwei große Lager. Auf der einen Seite stehen Philosophen wie P. Feyerabend und T. S. Kuhn selbst, die den Aspekt der Diskontinuität...
The paper reproduces a hitherto unpublished report of 1902 by the mathematician of Göttingen, Felix Klein, to the Prussian ministry of education on his travels, in 1893 and 1896, to the United States. Introduction and commentary stress the relation of this document to the beginnings of German foreign cultural policy, in particular to the German-American professors' exchange program since 1905.
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Vacuum (leer, frei) bezeichnete bis zum 19. Jahrhundert allein den körperlosen Raum. Unter dem Einfluss physikalischer (Feld-) Theorien meint der Terminus inzwischen diejenige residuale physische Entiät, die einen vorgegebenen Raum ausfüllt bzw. im Prinzip ausfüllen würde, nachdem alles, was mit physikalischen Mitteln entfernt werden kann, aus dem Raum entfernt wurde. Theorien über das V. sind daher eng mit Theorien über die Struktur des Raumes, die Bewegung, die physikalischen Gegenstände und deren Wechselwirkungen verbunden. In der Quantentheorie bezeichnet V. den Zustand niedrigster Energie (Grundzustand) eines Systems.
Discussion of Eberhard Avé-Lallemant & Karl Schuhmann, Ein zeitzeuge über die anfänge der phänomenologischen bewegung: Theodor conrads bericht aus dem jahre 1954
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