Grundzüge einer meßtheorie
Journal for General Philosophy of Science 13 (2):234-279 (1982)
| Abstract | Zusammenfassung Die Wissenschaftstheorie hat sich in der Vergangenheit hauptsächlich mit dem Aufbau und der Analyse wissenschaftlicher Theorien und den logischen Problemen in ihrem eigenen Gebiet beschäftigt, während Probleme der Wissenschaftspraxis, hier vor allem die theoretischen Grundlagen des Messens, nur am Rande oder gar nicht behandelt wurden. Dies ist insofern bemerkenswert, weil die Messung das wichtigste erfahrungswissenschaftliche Hilfsmittel zur Gewinnung von Erkenntnis darstellt. Beim Messen erfolgt der wichtige Ãbergang vom Empirischen zum Formalen, indem die empirisch vorliegende Intensität einer MeÃgröÃe durch eine mathematische GröÃe beschrieben und damit überhaupt erst die Voraussetzung für eine erfahrungswissenschaftliche Theorie geschaffen wird. Die vorliegende MeÃtheorie ist in MeÃprozeÃtheorie, Metrisierungstheorie und Fehlertheorie gegliedert. Die MeÃprozeÃtheorie behandelt die Vorgänge zwischen MeÃobjekt und MeÃgerät, die Metrisierungstheorie die Darstellung der empirischen GröÃe als formale und die Fehlertheorie die Schätzung des gesuchten wahren Wertes aus mehreren fehlerbehafteten gleichwertigen MeÃwerten. Der Schätzwert ist das Endergebnis einer Messung. Ziel der Arbeit ist es, die MeÃtheorie aus dem engen Kreis der Metrisierungs- bzw. Skalentheorie herauszulösen und auf die häufig übersehenen notwendigen Bedingungen einer Messung aufmerksam zu machen | |||||||||
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