Der modellbegriff in der erkenntnistheorie

Abstract Zusammenfassung Erkenntnis hängt, wie schon E. Topitsch gezeigt hat, einerseits mit Entlastung vom „Druck der Realität , andererseits mit analogisierender Merkmalsübertragung zusammen. Aus dieser Sicht werden die Erkenntnismodelle im Eleatismus und besonders in der Ideenlehre Platons unbeschadet ihres werthaft-spekulativen Charakters als im doppelten Sinne lebensdienlich betrachtet: sie sind Seinsdeutung und Handlungsorientierung. Der nachplatonische epistemologische „Sündenfall , eingeleitet durch den Proto-Empirismus der Aristotelischen Wissenschaftslehre, führte in einigen großen Entwicklungsschritten in die Laisser-faire-Freiheit sich allein der Wahrheitsidee verpflichtender wissenschaftlicher Forschung. Bis zum Aufkommen des Konventionalismus verstehen sich die wissenschaftlichen Modelle dieses ontologisch-empiristischen „Paradigmas als wesentlich original-, nicht entscheidungs- und handlungsabhängig, und auch ein sich „kritisch nennender Rationalismus beläßt es prinzipiell bei der Zweistelligkeit der Modellrelation
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