Miracles, force, and Leibnizean laws of nature

Studia Leibnitiana 29 (2):167-188 (1997)
Abstract
Leibniz vollbringt ein wichtiges philosophisches Manover, wenn er behauptet, daß Wunder, wenn sie auch nicht im Einklang mit den Naturgesetzen stehen, so doch im Einklang mit den allgemeineren metaphysischen Gesetzen, die Gott den Monaden in Form von Kraft eingeprägt hat. Leider hat er jedoch nie genug abgeklärt, auf welche Weise das Auftreten von Wundern mit seiner Physik der Kraft übereinstimmen kann. In verschiedenen Passagen scheint Leibniz sogar in einen Widerspruch verwickelt zu sein: wahrend er darauf besteht, daß Wunder über den Naturgesetzen und der substaniellen Kraft stehen, erkennt er doch an, daß jede Substanz "n'agit que pour sa propre force et n'en reçoit jamais d'ailleurs" und daß alles, das je innerhalb einer Substanz geschehen wird, "est deja compris virtuellement dans sa nature ou notion". Wie kann ein Wunder – das per definitionem über der substantiellen Natur und Kraft steht – überhaupt vorkommen, wenn alles was mit einer Substanz geschieht, aus substantieller Natur oder Kraft folgen oder in ihr 'eingeprägt' sein muß? Um das Problem der Vereinbarkeit der Moglichkeit von Wundern und der Struktur des Leibnizschen metaphysischen Systems zu losen – und so ganz allgemein eine Annäherung zwischen Leibniz' theologischen Ansichten und seiner Metaphysik zu bewirken – rege ich an, daß wir Leibniz' Diskussion der derivativen Kraft bereichern und den Unterschied zwischen substanieller Essenz und Natur erhellen müssen. Erst wenn wir intermonadische von intramonadischer derivativer Kraft unterscheiden und substantielle Essenz mit primitiver Kraft verbinden und substantielle Natur mit intermonadischer derivativer Kraft, können wir sehen, wie Wunder über substantieller Kraft stehen können – nämlich insoweit sie über intermonadischer Kraft/substantieller Natur stehen, ohne gleichzeitig über primitiver Kraft/substantieller Essenz zu stehen
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