c) Wenn der Determinismus wahr ist, dann sind unsere Handlungen durch die Naturgesetze und längst vergangene Ereignisse bestimmt. Längst vergangene Ereignisse hängen nicht von uns ab. Die Naturgesetze hängen nicht von uns ab. Also: Unsere gegenwärtigen Handlungen hängen nicht von..
The traditional philosophical problems surrounding the issue of personal identity arise from trying to answer the following series of questions in a systematic way1. Given a person X, we want to know: (1) With which past and future entities is X (numerically) identical? (2) Which facts determine the answer to (1)?
Leib-Seele-Problem – 1. Begriff und Problem. Die Frage nach der Beziehung zwischen Körper und Seele (S.) ist die zentrale Frage des Leib-S.- bzw. des Körper-Geist-Problems. Der Aus- druck ‹Körper-Geist-Problem› ist aus zwei Gründen vorzuziehen. Erstens ist der Ausdruck ‹Leib› (L.) sowohl in der Alltags- als auch in der philosophischen Fachsprache mit vielen Kon- notationen verbunden, die Anlaß zu Mißverständnissen sein könnten. Zweitens unterscheidet man im Dt. häufig zwischen Geist und Seele, indem man dem Geist den Bereich des rationalen Überlegens und (...) Handelns zuordnet, der S. dagegen den Bereich der Gefühle und der Intuition. Um das Problem, um das es geht, zu kennzeichnen, benötigt man jedoch ein Wort, das – wie das englische ‹mind› – beide Bereiche umfaßt. Aus diesem Grund scheint der Ausdruck ‹Geist› auf den ersten Blick ebenso unpassend wie der Ausdruck ‹S.›. In der philosophischen Fachsprache hat es sich jedoch eingebürgert, ‹mind› mit ‹Geist› zu übersetzen, und aus diesem Grund ist die- ses Wort in diesem Zusammenhang vorzuziehen. Hinter der Frage nach der Beziehung zwischen Geist und Körper steht die grundlegendere Frage nach der ontologischen Natur des Geistigen. Ist das Geistige etwas Eigenständiges, das vom Physischen grundsätzlich verschieden ist? Oder ist das Geistige selbst nur eine Spielart des Phy- sischen? Einen Geist zu haben heißt, daß man wahrnehmen, überlegen und sich erinnern kann, daß man Überzeugungen, Wünsche und Befürchtungen haben und daß man Schmerz und Freu- de empfinden kann. Einen Geist zu haben bedeutet also, daß man über bestimmte Fähigkeiten und Eigenschaften verfügt. Im Hinblick auf die Frage nach der ontologischen Natur des Geisti- gen muß man daher zwei Teilfragen unterscheiden: 1. Was ist die Natur der Träger mentaler Eigenschaften? 2. Was ist die Natur dieser Eigenschaften selbst? Die erste Frage verweist auf das Problem mentaler Substanzen, die zweite Frage auf das Prob- lem mentaler Eigenschaften. Im Hinblick auf beide Fragen kann man zwischen Dualisten und Monisten unterscheiden, wobei weiter drei Spielarten des Monismus unterschieden werden müssen: Der Materialismus oder Physikalismus mit seiner These, daß alles physischer Natur ist; der Idealismus mit der These, daß alles geistiger Natur ist; und schließlich der neutrale Monis- mus, der behauptet, daß alles von Natur aus gleich ist, daß diese Natur jedoch weder geistig noch physisch ist.. (shrink)
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Frage, ob Leben rein mechanisch erklärt werden könne, noch genau so heiß umstritten wie das Leib-Seele- Problem heute. Zwei Parteien standen sich unversöhnlich gegenüber. Auf der einen Seite die Biologischen Mechanisten mit der Auffassung, daß die für Lebewesen charakteristischen Eigenschaften (Stoffwechsel, Fortpflan- zung, Wahrnehmung, zielgerichtetes Verhalten, Morphogenese) genauso mechanisch erklärt werden können wie das Verhalten einer Uhr, das sich mit physikalischer Zwangsläufigkeit aus den Eigenschaften und der Anord- nung ihrer Zahnräder, Federn und Gewichte (...) ergibt. Auf der anderen Seite die Substanz-Vitalisten, die die entgegengesetzte Meinung vertraten, Leben könne nur durch die Annahme einer nichtphysischen Substanz erklärt wer- den – einer Entelechie oder eines élan vital. Als Broad in den frühen zwan- ziger Jahren seine Überlegungen zum Begriff der Emergenz entwickelte, verfolgte er unter anderem das Ziel, Raum für eine dritte Position zwischen diesen beiden Extremen zu schaffen – eine Position, die er Emergenten Vi- talismus nannte. (shrink)
Es gibt nicht das Problem des Naturalismus, sondern – wie die Beiträge in diesem Band zeigen – eine ganze Familie von mehr oder weniger stark miteinander verbundenen Teilproblemen. In diesem Aufsatz soll es nur um eines dieser Teilprobleme gehen – das Problem des ontologi- schen Naturalismus. Oder, um es genauer zu sagen, um eine spezifische Variante dieses Teil- problems – das Problem des ontologischen Physikalismus. Die Grundthese des ontologischen Physikalismus lautet einfach.
Der Kern des Leib-Seele-Problems besteht darin, dass mentale Phänomene (Ereignisse, Eigenschaften, Zustände) Merkmale zu haben scheinen, die es auf den ersten Blick unmöglich machen, diese Phänomene in ein naturalisti- sches Weltbild zu integrieren – sie mit physikalischen Phänomenen zu identifizieren oder auf physikalische Phänomene zu reduzieren.2 Heute stehen hauptsächlich zwei von in diesem Sinne kritischen Merkmalen im Mit- telpunkt des Interesses.3 Das erste ist das Merkmal intentionaler Zustände, einen repräsentationalen oder semantischen Inhalt zu besitzen. Das Problem der Naturalisierung dieser Zustände (...) möchte ich das ‘Problem der Intentiona- lität’ nennen. Das zweite kritische Merkmal ist die Eigenschaft von Wahr- nehmungseindrücken und körperlichen Empfindungen, einen qualitativen Aspekt zu besitzen. Dieses Merkmal beruht auf der Tatsache, dass es auf eine bestimmte Weise ist oder sich auf eine bestimmte Weise anfühlt, in diesen Zuständen zu sein. Das Problem der Naturalisierung dieser Zustände wird gewöhnlich das ‘Qualia-Problem’ genannt. (shrink)
Was ist das überhaupt – Bewußtsein? Beim Gebrauch des Substantivs „Bewußt- sein“ sollte man eine gewisse Vorsicht walten lassen. Die deutsche Sprache kennt dieses Substantiv nur innerhalb weniger Redewendungen – „Dann verlor er das Bewußtsein“, „Nach vielen Stunden kam er wieder zu Bewußtsein“, „Im Bewußtsein seiner schweren Verantwortung“ usw. Außerhalb dieser Redewen- dungen kommt das Wort dagegen praktisch nicht vor; und deshalb sollte man skeptisch werden, wenn Philosophen Sätze formulieren wie „Menschen haben ein Bewußtsein“. „Bei Bewußtsein sein“ ist gebräuchliches Deutsch, (...) „ein Be- wußtsein haben“ nicht.1 Diese Bemerkungen mahnen zwar zu besonderer Vor- sicht, helfen in der Sache jedoch nicht viel weiter. Wovon reden wir also, wenn wir fragen, ob Bewußtsein reduktiv erklärbar ist? Fragen wir vielleicht so: Was fehlt dem, der das Bewußtsein verloren hat? (shrink)
Kognitionswissenschaften – in einem weiten Sinn – sind einfach alle die Wissen- schaften, die sich mit der Analyse und Erklärung kognitiver Leistungen und Fähig- keiten befassen. Wenn man jedoch von der Kognitionswissenschaft im Singular spricht, dann ist in der Regel mehr gemeint. Für die Kognitionswissenschaft ist nicht nur ein bestimmter Forschungsgegenstand charakteristisch, sondern auch ein be- stimmter Erklärungsansatz: der Informationsverarbeitungsansatz. Stillings et al. z.B. schreiben gleich auf der ersten Seite ihres 1987 erschienenen Buches Cognitive Science – An Introduction: „Cognitive scientists (...) view the human mind as a complex system that receives, stores, retrieves, transforms, and transmits information.“ (Stil- lings et al. 1987: 1) Der Informationsverarbeitungsansatz führt jedoch sofort weiter zum Symbolverarbeitungsansatz. Denn offenbar kann ein System nur dann Informa- tionen empfangen, speichern und verarbeiten, wenn es über ein System von internen Repräsentationen oder Symbolen verfügt, über eine interne Sprache, in der diese In- formationen codiert sind. Zumindest ist das eine naheliegende Überlegung, die Peter Hacker so formuliert hat: „... if information is received, encoded, decoded, inter- preted and provides grounds for making plans, then there must be a language or sys- tem of representation in which this is all done.“ (Hacker 1987: 486f.) In der Tat ist die Annahme, daß es in kognitiven Systemen so etwas wie ein System interner Rep- räsentationen bzw. eine Sprache des Geistes1 gibt, die zentrale Grundannahme vieler neuerer Arbeiten in den Bereichen der Kognitionspsychologie und der kognitiven Neurobiologie. Für diese Wissenschaften hat diese Annahme den Status einer empi-. (shrink)
Bekanntlich gehört Joseph Levines Argument der Erklärungslücke zu den meist diskutierten Argumenten in der Philosophie des Geistes. Und bekanntlich geht es bei diesem Argument in erster Linie um das sogenannte Qualia-Problem – das Problem, wie sich phänomenale Zustände in ein naturwissenschaftliches Weltbild integrieren lassen. Tatsächlich gibt es an Levines Argument aber einen zweiten Aspekt, der ebenfalls äußerst interessant ist. Implizit geht es nämlich auch um die Frage, was es eigentlich heißt, ein Eigenschaftsphysikalist zu sein. Auf den ersten Blick wird das (...) gar nicht deutlich; denn Levine scheint sich einfach auf die Identitätstheorie von Place und Smart festzulegen. Doch das ist bestenfalls die Hälfte der Wahrheit. Tatsächlich entwickelt Levine nämlich Kriterien für die Wahrheit von Eigen- schaftsidentitätsaussagen, die, wie sich herausgestellt hat, keinesfalls selbstverständlich sind. Schauen wir uns Levines Argument daraufhin noch einmal an. In dem Aufsatz „Materialism and Qualia: The Explanatory Gap“ (1983) geht Levine von den beiden Aussagen aus (1) Schmerz ist identisch mit dem Feuern von C-Fasern und.. (shrink)
I shall disclose the answer to the title question straight away, and the answer is “NO, it would not”. If it turned out that we really are neurobi- ologically determined beings, this result would not necessitate any change in our idea of humanity – it would not affect the idea that we are free and responsible human beings. Or at any rate, it would not do so under certain conditions of which I am sure that, as a matter of fact, (...) they are satisfied. But let us first ask the question, “Whence the opposite con- viction, according to which it would prove a disaster for our self-image and the idea that we are free and responsible beings if it emerged that everything we do, think or feel is completely determined by biological factors?”. (shrink)
In der Philosophie ist man sich heute weitgehend einig, daß das, was man gemeinhin unter dem Stichwort ‘Bewußtsein’ zusammenfaßt, eine Reihe sehr unterschiedlicher Aspekte beinhaltet. Bewußtsein hat zunächst einmal etwas mit Selbstwissen zu tun, d.h. mit der Fähigkeit mancher Wesen, nicht nur ihre Um- welt, sondern auch sich selbst, ihre eigenen Zustände und Handlungen zu reprä- sentieren. Die hier einschlägigen Stichworte heißen deshalb ‘Metarepräsenta- tion’2 und ‘Selbstmodell’. Dabei ist das zweite Stichwort letztlich treffender, da die Repräsentationen der Umwelt und der (...) eigenen Zustände und Handlungen nicht unverbunden nebeneinander stehen, sondern so miteinander verknüpft sein sollten, daß eine Repräsentation des Wesens selbst in seiner Umwelt ent- steht. Nur auf diese Weise kann der Zweck dieser Art von Repräsentationen erreicht werden: die Überwachung und Steuerung der eigenen Handlungen (‘self-monitoring’). (shrink)
Wissen kann sich nicht in wahrer Meinung erschöpfen. Das ist ein in der Diskussion um ei- nen adäquaten Wissensbegriff fast einhellig akzeptierter Gemeinplatz. Der Grund dafür ist ein- fach und auf den ersten Blick einleuchtend. Unserem normalen Gebrauch des Wortes „Wissen“ zufolge würden wir von jemandem, der aufgrund bloßen Ratens zu der Überzeugung kommt, daß beim nächsten Spiel die Roulettekugel auf der Zahl 34 liegen bleibt, auch dann nicht sagen, er habe gewußt, daß es so kommen werde, wenn das Ergebnis (...) tatsächlich eintritt. Wir unter- scheiden zufällig wahre Überzeugungen von solchen, die nicht zufällig, sondern z.B. aufgrund sorgfältigen Überlegens zustandegekommen sind. Nur im zweiten Fall sprechen wir von Wis- sen; bloß zufällig wahre Überzeugungen haben keinen Anspruch auf diesen Ehrentitel. „Bloß zufällig wahr“ nennen wir Überzeugungen, die auf eine Weise zustande gekommen sind, die mit ihrer Wahrheit nichts zu tun hat: durch Raten, Vorahnungen, Überredung usw. (shrink)
According to Darwin, humans, just like other organisms, are not created by any special act. All organisms arise by natural processes from inanimate matter. Humans are no exception. But can it really be the case that even humans are ‘only’ animals – natural beings which (a) are completely made up of natural parts (in the end, of macro-molecules which themselves consist of atoms), and for which it is (b) true that all processes that occur within them are physico-chemical processes? In (...) recent years some German philosophers (e.g. Habermas and Wingert) have argued that man “is elevated above nature by his capacity for deliberation and his ability to judge and comprehend meanings” (Singer and Wingert 2003, 11). Does this mean that humans are ‘supernatural’ in some way or other? My aim is twofold. Firstly, I point out that even non-human animals to a certain extent have the capacity to deliberate and act for reasons. Secondly, I argue that one can also put forward theoretical considerations in favour of the thesis that entirely natural beings may have this capacity. Thus, my answer to the question of what parts of our accustomed views of humanity and the world must we abandon if even we humans are ‘only’ animals is: nothing or at any rate very little. At least, even if we humans are ‘only’ animals, we may have the capacity for deliberation and the ability to judge and comprehend meanings. (shrink)
The study of the mind has always been one of the main preoccupations of philosophers, and has been a booming area of research in recent decades, with remarkable advances in psychology and neuroscience. Oxford University Press now presents the most authoritative and comprehensive guide ever published to the philosophy of mind. An outstanding international team of contributors offer 45 specially written critical surveys of a wide range of topics relating to the mind. The first two sections cover the place of (...) the mind in the natural world: its ontological status, how it fits into the causal fabric of the universe, and the nature of consciousness. The third section focuses on the much-debated subjects of content and intentionality. The fourth section examines a variety of mental capacities, including memory, imagination, and emotion. The fifth section looks at epistemic issues, in particular regarding knowledge of one's own and other minds. The volume concludes with a section on self, personhood, and agency. The Oxford Handbook of Philosophy of Mind will be an invaluable resource for advanced students and scholars of philosophy, and also for researchers in neighboring disciplines seeking a high-level survey of the state of the art in this flourishing field. (shrink)
Dualism, but he seems at least to have acknowledged the possibility that Descartes might be right on this issue, i.e., that the real self is a _res cogitans_. Maybe this is why talk of.
Wenn man in Lehrbüchern und einschlägigen Lexika nach einer Charakterisierung der Erkenntnistheorie sucht, findet man eine große Übereinstimmung im Hinblick auf die Grundfragen dieser Disziplin. Im ersten Band der von Jürgen Mittelstraß herausgegebenen Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie etwa findet sich folgender Eintrag: Erkenntnistheorie (!), philosophische Grunddisziplin, deren Gegenstand die Beantwortung der Frage nach den Bedingungen begründeten Wissens ist. Im klassischen Sinne schloß dies die Fragen nach der Entstehung, dem Wesen und den Grenzen der Erkenntnis ein ('die Wissenschaft vom Wesen und (...) den Prinzipien der Erkenntnis, vom [logischen] Ursprung, den Quellen, Bedingungen und Voraussetzungen, vom Umfang, von den Grenzen der Erkenntnis', R. Eisler, Wörterbuch der philos. Begriffe 1, Berlin, 41927, 389). (576f.) Und im neuesten Standardwerk, der von Edward Craig herausgegebenen Rout- ledge Encyclopedia of Philosophy, schreibt Peter Klein. (shrink)
At the start of the 20th century the question of whether life could be explained in purely me- chanical terms was as hotly debated as the mind-body problem is today. Two factions opposed each other: Biological mechanists claimed that the properties characteristic of living organisms (metabolism, perception, goal-directed behavior, procreation, morphogenesis) could be ex- plained mechanistically, in the way the behavior of a clock can be explained by the properties and the arrangement of its cogs, springs, and weights. Substantial vitalists, (...) on the other hand, maintained that the explanation envisaged by the mechanists was impossible and that one had to postulate a special nonphysical substance in order to explain life. (shrink)
Ansgar Beckermann Once, a mind-body theory based upon the idea of supervenience seemed to be a promising alternative to the various kinds of reductionistic physicalism. In recent years, however, Jaegwon Kim has subjected his own brainchild to a very thorough criticism. With most of Kim’s arguments I agree wholeheartedly - not least because they converge with my own thoughts.2 In order to explain the few points of divergence with Kim’s views, I shall have to prepare the ground a little. In (...) the course of this paper I will therefore do two things: At the start, I will try to sketch the logical topography of the „solution space“ of the problem Kim is concerned with. As a second step, I shall then comment on the concepts of identity, realization and reduction and attempt to show that Kim’s concept of realization is too narrow, because he is still very much in the grip of the traditional view with regard to what it means to show that a property _F _is identical with, or realized by, another property _G_. (shrink)
The crucial point of the mind-body-problem appears to be that mental phenome- na (events, properties, states) seem to have features which at first sight make it impossible to integrate these phenomena into a naturalistic world view, i.e. to identify them with, or to reduce them to, physical phenomena.1 In the contemp- orary discussion, there are mainly two critical features which are important in this context. The first of these is the feature of intentional states, e.g. beliefs and desires, to have (...) a representational or semantic content. The problem of the naturalization of these states I will call the problem of intentionality. The second critical feature is the property of other mental states, e.g. perceptions and sensations, to have a qualitative aspect, i.e. that it is somehow, or feels in a characteristic way, to be in one of those states. The problem of the naturalization of these states is generally called the qualia-problem. (shrink)
As far as an adequate understanding of phenomenal consciousness is concerned, representationalist theories of mind which are modelled on the information processing paradigm, are, as much as corresponding neurobiological or functionalist theories, confronted with a series of arguments based on inverted or absent qualia considerations. These considerations display the following pattern: assuming we had complete knowledge about the neural and functional states which subserve the occurrence of phenomenal consciousness, would it not still be conceivable that these neural states (or states (...) with the same causal r. (shrink)
1. Cognitive sciences in a broad sense are simply all those sciences which concern themselves with the analysis and explanation of cognitive capacities and achievements. If one speaks of _cognitive science_ in the singular, however, usually something more is meant. Cognitive science is not only characterized by a specific object of research, but also through a particular kind of explanatory paradigm, i.e. the information processing paradigm. Stillings _et. al. _for example begin their book _Cognitive Science _as follows:
Cognitive scientists (...) view the human mind as a complex system that receives, stores, retrieves, transforms, and transmits information. (Stillings 1987: 1)
The information processing paradigm however, leads directly to the paradigm of symbol processing, because a system can, as it seems, only receive, store and process information if it has at its disposal a system of internal representations or _symbols_, i.e. an internal language in which this information is encoded. At least this appears to be an idea which suggests itself and which Peter Hacker expresses as follows. (shrink)
Introduction — Reductive and Nonreductive Physicalism A Short Survey of Six Decades of Philosophical Discussion Including an Attempt to Formulate a Version ...
In this paper the author tries to disentangle some of the problems tied up in John Searle's famous Chinese-room-argument. In a first step to answer the question what it would be for a system to have not only syntax, but also semantics the author gives a brief account of the functioning of the language understanding systems (LUS) so far developed in the framework of AI research thereby making clear that systems like Winograd's SHRDLU are indeed doing little more than mere (...) number crunching. But things would be entirely different, the author argues, if the database of a LUS were built up by the system itself via some perceptual component-at least, if this perceptual component had the capacity to distinguish objects having a certain property F from objects which do not. For in this case the system could store an internal representation of the fact that the object has the property F in its database if and only if the object in fact has that property. And this would be a good basis for calling such a system a genuine LUS. But Searle has objected to a very similar account of J. Fodor that nothing could be further from true language understanding. The reason for this complaint seems to be that Searle holds the view that a true LUS must e.g., know that the word hamburgers refers to hamburgers and that he moreover claims that this knowledge must be explicit or that the system must be aware of the reference of hamburgers to hamburgers. The author argues that this is asking too much. For it seems plausible to say that a system is able to understand e.g., the word hamburger even if it has only implicit knowledge of the fact that hamburger refers to hamburgers in the sense that it has the capacity to tell hamburgers from non hamburgers and the capacity to bring the word hamburger together just with objects of the former kind. (shrink)
In this paper the author tries to disentangle some of the problems tied up in John Searle's famous Chinese-room-argument. In a first step to answer the question what it would be for a system to have not only syntax, but also semantics the author gives a brief account of the functioning of the language understanding systems (LUS) so far developed in the framework of AI research thereby making clear that systems like Winograd's SHRDLU are indeed doing little more than mere (...) number crunching. But things would be entirely different, the author argues, if the database of a LUS were built up by the system itself via some perceptual component -- at least, if this perceptual component had the capacity to distinguish objects having a certain property F from objects which do not. For in this case the system could store an internal representation of the fact that the object has the property F in its database if and only if the object in fact has that property. And this would be a good basis for calling such a system a genuine LUS. But Searle has objected to a very similar account of J. Fodor that nothing could be further from true language understanding. The reason for this complaint seems to be that Searle holds the view that a true LUS must e.g., know that the word "hamburgers" refers to hamburgers and that he moreover claims that this knowledge must be explicit or that the system must be aware of the reference of "hamburgers" to hamburgers. The author argues that this is asking too much. For it seems plausible to say that a system is able to understand e.g., the word "hamburger" even if it has only implicit knowledge of the fact that "hamburger" refers to hamburgers in the sense that it has the capacity to tell hamburgers from non hamburgers and the capacity to bring the word "hamburger" together just with objects of the former kind. (shrink)
Unter Berufung auf Aristoteles ist in der neueren Literatur immer wieder die These vertreten worden, die Konklusionen praktische Syllogismen seien keine Sätze, sondern Handlungen. Eine genaue Interpretation der entsprechenden Aristotelesstellen zeigt jedoch, daß nach Aristoteles Handlungen nicht aus bestimmten Prämissen folgen, sondern aus dem Fürwahrhalten dieser Prämissen. Deshalb wird hier vorgeschlagen, praktische Syllogismen als epistemisch-praxeologische Schlüsse im Rahmen einer gemischten Wissens — und Handlungslogik aufzufassen. Wenn man von den normalen Begriffen des Wissens und Handelns ausgeht, ergibt sich bei dieser Interpretation (...) jedoch, daß die Gültigkeit praktischer Schlüsse durchaus fraglich ist. (shrink)
Zusammenfassung In einer Kritik der Hempelschen Erklärungstheorie hat W. Stegmüller gezeigt, daà zur Erklärung nur die âwirklichen Realgründe , also die Ursachen eines Ereignisses herangegezogen werden können, und W. C. Salmon hat darauf aufmerksam gemacht, daà in Erklärungen nur (statistisch) relevante Faktoren angeführt werden dürfen. Für die Theorie der wissenschaftlichen Erklärung ist daher heute die probabilistische Kausalitätstheorie von P. Suppes besonders interessant; denn Suppes versucht, den Begriff der Ursache statistisch zu fassen und auf den Begriff der (positiven) statistischen Relevanz zurückzuführen. (...) In diesem Aufsatz werden deshalb die Grundzüge der Kausalitätstheorie von Suppes dargestellt und diskutiert. Dabei ergibt sich zunächst, daà Suppes' eigene Formulierung dieser Theorie nicht adäquat ist, da in ihr die Carnapsche Forderung des Gesamtdatums nicht hinreichend berücksichtigt wird. Diese Schwierigkeit kann jedoch überwunden werden, wenn man den Begriff der âkausalen Abschirmung bzw. der ânur scheinbaren Ursache â in engerer Anlehnung an die Ãberlegungen Salmons â etwas anders definiert als Suppes und wenn man darüberhinaus bei der Beurteilung der statistischen Relevanz einzelner Faktoren jeweils die Menge aller für ein gegebenes Ereignis statistisch relevanten Ereignisse berücksichtigt. Zum Abschluà wird kurz die Frage aufgeworfen, inwieweit es überhaupt sinnvoll sein kann, den Begriff der Kausalität statistisch zu definieren. Es wird argumentiert, daà sich diese Frage nicht definitiv beantworten läÃt, da in diesem Zusammenhang Konventionen eine entscheidende Rolle spielen, daà es jedoch einige â wenn auch eher intuitive â Argumente gegen statistische Kausalitätstheorien gibt, die es wahrscheinlich machen, daà z.B. die Ãberlegungen J. L. Mackies zum Begriff der Kausalität unserem alltagssprachlichen Begriff der Verursachung sehr viel mehr gerecht werden als die Ãberlegungen von Suppes. (shrink)
Zusammenfassung J. Habermas hat vor kurzem eine Konsenstheorie der Wahrheit in ihren Grundzügen skizziert, die er ausdrücklich als notwendige Alternative zu der s. E. unhaltbaren realistischen Korrespondenztheorie der Wahrheit versteht. In einer Kritik der Habermasschen Konsenstheorie wird jedoch zu zeigen versucht, daà die Plausibilität dieser Theorie gerade auf der Inanspruchnahme nicht explizit gemachter realistischer Voraussetzungen beruht. Es wird argumentiert, daà sich realistische Prämissen in den Habermasschen Ãberlegungen ebenso in der Explikation des Begriffs âKonsenstheorie nachweisen lassen wie in der Annahme nicht-konventioneller (...) Methoden zur Ãberprüfung empirischer Aussagen und in der Verwendung des Begriffs Kompetenz ebenso wie in der Theorie der idealen Sprechsituation. (shrink)