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Profile: Gregor Schiemann (Bergische Universität Wuppertal)
  1. Gregor Schiemann (forthcoming). Persistenz der Lebenswelt? Das Verhältnis von Lebenswelt und Wissenschaft in der Moderne. In T. Müller (ed.), Abschied von der Lebenswelt? Alber
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  2. Gregor Schiemann & Brigitte Falkenburg (forthcoming). Too Many Conceptions of Time? McTaggart's Views Revisited. In Stamatios Gerogiorgaki (ed.), Time and Tense (Basic Philosophical Concepts).
     
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  3. Gregor Schiemann (2015). Lebensweltliche und physikalische Zeit. In G. Hartung (ed.), Mensch und Zeit. Springer 207-225.
    Zur Aufklärung der vielschichtigen Beziehungen zwischen Lebenswelt und Physik diskutiere ich die für die beiden Erfahrungsweisen jeweils typischen Konzeptualisierungen von Zeit. Nach einer Einleitung beginne ich mit der Analyse der subjektiven und objektiven lebensweltlichen Zeitformen. Anschließend erörtere ich im dritten Abschnitt das Verhältnis von lebensweltlichen und physikalischen Elementen der Weltzeit. Vier physikalische Zeitverständnisse stelle ich in ihrer Differenz zur lebensweltlichen Auffassung im vierten Abschnitt dar. Historisch hat sich die generelle Tendenz zur Vergrößerung dieser Differenz fortgesetzt, ohne dass schon Instanzen zur (...)
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  4. Gregor Schiemann & Renate Breuninger (2015). Langeweile. Auf der Suche nach einem unzeitgemäßen Gefühl. Ein Lesebuch. Campus Verlag.
    Langeweile wird in dieser Anthologie als Signatur der Moderne lesbar: Sie durchdringt die gegenwärtige Kultur, wird aber nach wie vor weggeschoben, ja tabuisiert. Der Band bietet eine Textauswahl von klassischen Denkern sowie von Autorinnen und Autoren des modernen Diskurses bis heute und stellt den Zusammenhang mit verwandten Phänomenen der Sinnleere und Erschöpfung her. Als zunehmendes Massenphänomen in saturierten Gesellschaften entwickelt die Langeweile eine pathologische Dynamik, wenn ihr nicht ein eigener Raum gelassen wird. Ein Plädoyer für die Anerkennung dieses unvermeidlichen Gefühls. (...)
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  5. Gregor Schiemann (2014). Die Relevanz nichttechnischer Natur. Aristoteles‘ Natur-Technik-Differenz in der Moderne. In Gerald Hartung & Thomas Kirchhoff (eds.), Welche Natur brauchen wir? Karl Alber Verlag
    Im ersten Abschnitt skizziere ich die ursprüngliche aristotelische Unterscheidung von Natur und Technik. Auf die neuzeitliche Kritik an ihr, die sich anschließenden historischen Veränderungen ihrer gesamtgesellschaftlichen Anwendungsbedingungen sowie auf zukünftig mögliche Szenarien des Verhältnisses von Natur und Technik gehe ich im zweiten Abschnitt ein. In den nachfolgenden zwei Abschnitten fokussiere ich meine Ausführungen auf die Lebenswelt und diskutiere exemplarisch die Anwendung der Unterscheidung auf die äußere Wahrnehmung, die Leibwahrnehmung und die Reproduktionstechnologie. Es geht mir in diesen heiden Abschnitten weniger um (...)
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  6. Gregor Schiemann (2014). Hermann von Helmholtz’ Kantkritik. In Christian Krijnen (ed.), Wissenschaftsphilosophie im Neukantianismus. Ansätze – Kontroversen – Wirkungen. Königshausen & Neumann
    Nach einer kurzen Übersicht über das Leben und Werk von Helmholtz, diskutiere ich die drei Themenbereiche, die für die Beurteilung seines Verhältnisses zu Kant vornehmlich ins Gewicht fallen. Der erste Bereich bildet die Begründung des Energieerhaltungssatzes von 1847, den der späte Helmholtz selbst „durch Kant’s erkenntnistheoretische Ansichten […] beeinflusst“ gesehen hat. Während viele Interpreten diese Selbstauskunft für berechtigt halten, sehe ich in der Struktur der Begründung einen Ausdruck der gegensätzlichen Wissenschaftsauffassungen von Helmholtz und Kant. Als zweites gehe ich auf die (...)
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  7. Gregor Schiemann (2014). One Cognitive Style Among Others. Towards a Phenomenology of the Lifeworld and of Other Experiences. In D. Ginev (ed.), The Multidimensionality of Hermeneutic Phenomenology. Springer 31--48.
    In his pioneering sociological theory, which makes phenomenological concepts fruitful for the social sciences, Alfred Schütz has laid foundations for a characterization of an manifold of distinct domains of experience. My aim here is to further develop this pluralist theory of experience by buttressing and extending the elements of diversity that it includes, and by eliminating or minimizing lingering imbalances among the domains of experience. After a critical discussion of the criterion-catalogue Schütz develops for the purpose of characterizing different cognitive (...)
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  8. Gregor Schiemann (2014). Wahrheitsgewissheitsverluste. Nietzsches und Helmholtz’ Wissenschaftsauffassung im Anbruch der Moderne. In H. Heit (ed.), Nietzsches Philosophie des Wissens im Kontext des 19. Jahrhunderts. De Gruyter
    Im ersten Teil verorte ich den historischen Kontext des Umbruchprozesses der Wissenschaft des 19. Jahrhunderts im Hinblick auf die Physik. Vom Beginn der Neuzeit bis weit ins 20. Jahrhundert hinein war die Physik die Leitwissenschaft in den Naturwissenschaften. Der Wandlungsprozess der auf sie bezogenen Wissenschaftsauffassungen setzt im 19. Jahrhundert bislang unangetastete, von der Antike herrührende Geltungsansprüche außer Kraft. Im zweiten Teil vergleiche ich Nietzsches Charakterisierung der Wissenschaften exemplarisch mit der von Hermann von Helmholtz. Helmholtz kann als ein herausragender Vertreter der (...)
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  9. Gregor Schiemann, Alfred Nordmann & Hans Radder (eds.) (2014). Strukturwandel der Wissenschaft.
    Mit Robotik, Digitalisierung, softwaregesteuerten Präzisionsinstrumenten und hochkomplexen Simulationsverfahren wird heute Technik zur treibenden Kraft der wissenschaftlichen Forschungspraxis. Gleichzeitig sieht sich die universitäre Forschung wachsenden gesellschaftlichen Einflüssen ausgesetzt und nähert sich selbst immer mehr der Industrieforschung an, woraus sich neue Fragen nach den Werten und der Objektivität der Wissenschaft ergeben. Derartig weitreichende Veränderungen haben zahlreiche Spekulationen darüber provoziert, ob sich in der Wissenschaftsgeschichte gegenwärtig ein Epochenbruch vollzieht. Dieser Sammelband setzt sich aus philosophischen, historischen und kulturwissenschaftlichen Perspektiven mit den Epochenbruchthesen auseinander, bestätigt (...)
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  10. Ulrich Krohs, Helmut Pulte & Gregor Schiemann (2013). Editorial. Journal for General Philosophy of Science / Zeitschrift für Allgemeine Wissenschaftstheorie 44 (1):1-2.
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  11. Gregor Schiemann (2013). Johannes Keplers Entfernung von der modernen Wissenschaft. In M. Egger (ed.), Festschrift für Manfred Baum. De Gruyter 383-402.
    Nach einer kurzen Erinnerung an einige von Keplers Hauptwerken, in denen traditionelle und moderne Elemente eingehen (Abschnitt 1), wird zwei Beispielen die Differenz zwischen diesen beiden Elementen näher untersucht. Das erste Beispiel, Keplers Naturbegriff, dient zur Diskussion der Kritik qualitativer Unterscheidungen. Hierbei stehen Keplers Verhältnis zur aristotelischen Naturauffassung und die Relevanz dieser Relation für die moderne Wissenschaftsauffassung im Mittelpunkt (Abschnitt 2). Das andere Beispiel befasst sich mit dem absoluten Wahrheitsanspruch von Keplers Wissenschaft und rückt damit exemplarisch eine Differenz zur modernen (...)
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  12. Gregor Schiemann (2013). Nihilismus der Transparenz. Grenzen der Medienphilosophie Jean Baudrillards. In Jan-Hendrik Möller (ed.), Paradoxalität des Medialen. Fink Verlag 237-254.
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  13. Gregor Schiemann (2013). We Are Not Witnesses to a New Scientific Revolution. In A. Nordmann & H. Radder (eds.), Science Transformed? Debating Claims of an Epochal Break. Velbrück
    Do the changes that have taken place in the structures and methods of the production of scientific knowledge and in our understanding of science over the past fifty years justify speaking of an epochal break in the development of science? Gregor Schiemann addresses this issues through the notion of a scientific revolution and claims that at present we are not witnessing a new scientific revolution. Instead, Schiemann argues that after the so-called Scientific Revolution in the sixteenth and seventeenth centuries, a (...)
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  14. Gregor Schiemann (2012). Mehr Seinsschichten für die Welt? Vergleich und Kritik der Schichtenkonzeptionen von Nicolai Hartmann und Werner Heisenberg. In G. Hertung & M. Wunsch (eds.), Nicolai Hartmann – Von der Systemphilosophie zur Systemetischen Philosophi.
    Ich thematisiere die beiden Konzeptionen als Varianten der wissenschaftlichen Weltsicht. Der Reiz des Vergleichs liegt aber weniger in den Gemeinsamkeiten als vielmehr in den Differenzen und den dabei hervortretenden Desideraten der beiden Konzeptionen. Heisenberg versteht sein Schichtenmodell nicht wie Hartmann als Fortsetzung und Zusammenfassung vorangehender philosophischer Bemühungen, sondern als einen Bruch mit den Hauptströmungen der philosophischen Tradition. In der geschichtlichen Entwicklung der Versuche um eine Bestimmung der Weltstruktur sieht er statt einer Generaltendenz, die langfristig auf eine Annäherung an die Wahrheit (...)
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  15. Gregor Schiemann (2012). Naturalness and Artificiality in Bioethics. In S. Schleidgen (ed.), Human Nature and Self Design. Mentis
    I emphasize the difference between bioethics and sciences that are relevant to bioethics on the one hand and the lifeworld on the other hand, to which problems of bioethics apply. The difference between types of experience in the scientific realm and in the lifeworld is reflected by the different definitions of nature they tend to favor. Against this background, I will claim that the object domains of the natural and the artificial are indeed better separated in the context of everyday (...)
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  16. Gregor Schiemann (2012). Pluralität der Erfahrung als anthropologische Bestimmung. In M. Wunsch (ed.), Von Hegel zur philosophischen Anthropologie. Königshausen & Neumann
    Als Vertreter der historischen Anthropologie hat Christoph Wulf die philosophische Anthropologie von Max Scheler, Helmuth Plessner und Arnold Gehlen kritisiert: Mit ihrem Interesse an einer einheitlichen Bestimmung des Menschen entgehe ihr die Pluralität von menschlichen Kulturen. Meiner Auffassung nach stellt diese Kritik für die philosophische Lehre vom Menschen eine Herausforderung dar (1.). Um ihr zu begegnen, möchte ich prüfen, ob Ernst Cassirers Kulturphilosophie die Vielfalt menschlicher Erfahrungsweisen angemessener berücksichtigt. Dass dies nicht in hinreichendem Umfang der Fall ist, lässt sich auf (...)
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  17. Alfred Nordmann, Hans Radder & Gregor Schiemann (eds.) (2011). Science Transformed?: Debating Claims of an Epochal Break. University of Pittsburgh Press.
    Advancements in computing, instrumentation, robotics, digital imaging, and simulation modeling have changed science into a technology-driven institution. Government, industry, and society increasingly exert their influence over science, raising questions of values and objectivity. These and other profound changes have led many to speculate that we are in the midst of an epochal break in scientific history. -/- This edited volume presents an in-depth examination of these issues from philosophical, historical, social, and cultural perspectives. It offers arguments both for and against (...)
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  18. Gregor Schiemann (2011). An Epoch-Making Change in the Development of Science? A Critique of the “Epochal-Break-Thesis”. In M. Carrier & A. Nordmann (eds.), Science in the Context of Application. Springer 431--453.
    In recent decades, several authors have claimed that an epoch-making change in the development of science is taking place. A closer examination of this claim shows that these authors take different – and problematic – concepts of an epochal break as their points of departure. In order to facilitate an evaluation of the current development of science, I would like to propose a concept of an epochal change according to which it is not necessarily a discontinuous process that typically begins (...)
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  19. Gregor Schiemann (2010). Die Sprache der Natur. Über Das Schicksal Einer Metapher Und Ihre Relevanz in der Umweltdebatte. In B. Marx (ed.), Widerfahrnis und Erkenntnis. Zur Wahrheit menschlicher Erfahrung (= Erkenntnis und Glaube. Schriften der Evangelischen Forschungsakademie NF, Band 42). Evangelische Verlagsanstalt
    Im ersten Teil stelle ich den Niedergang der Metapher von der "Sprache der Natur" im Anschluss an die Untersuchungen von Hans Blumenberg dar. Blumenberg meint, dass der Sprachverlust der Natur bis heute anhält. Im zweiten Teil prüfe ich die Konzeption Charles Taylors, die im Verhältnis zu Blumenbergs Thesen als alternative Beschreibung angesehen werden kann. Während sich Blumenberg vor allem mit der äußeren Natur befasst, richtet sich Taylors Interesse auf die innere Natur. Zu den "Quellen des Selbst" rechnet er die "Stimme (...)
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  20. Gregor Schiemann (2010). Warum Gott nicht würfelt: Einstein und die Quantenmechanik im Licht neuerer Forschungen. In R. Breuniger (ed.), Bausteine zur Philosophie. Bd. 27: Einstein.
    Zuerst werden die Argumente rekonstruiert, die dafür sprechen, Einsteins Wort, dass Gott nicht würfelt, als Ausdruck eines überholten deterministischen Weltbildes anzusehen. Anschließend werden Forschungsergebnisse der letzten Jahrzehnte benannt, die für eine Neubewertung seiner Position zur dominanten Interpretation der Quantenmechanik sprechen. Den Abschluß bildet die Diskussion der Möglichkeiten einer Reinterpretation seines Satzes vom nicht würfelnden Gott.
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  21. Michael Heidelberger & Gregor Schiemann (eds.) (2009). The Significance of the Hypothetical in Natural Science. Walter De Gruyter.
    How was the hypothetical character of theories of experiencethought about throughout the history of science? The essays cover periods from the middle ages to the 19th and 20th centuries. It is fascinating to see how natural scientists and philosophers were increasingly forced to realize that a natural science without hypotheses is not possible.
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  22. Gregor Schiemann (2009). Hermann von Helmholtz's Mechanism: The Loss of Certainty. A Study on the Transition From Classical to Modern Philosophy of Nature. Springer.
    Two seemingly contradictory tendencies have accompanied the development of the natural sciences in the past 150 years. On the one hand, the natural sciences have been instrumental in effecting a thoroughgoing transformation of social structures and have made a permanent impact on the conceptual world of human beings. This histori¬cal period has, on the other hand, also brought to light the merely hypothetical validity of scientific knowledge. As late as the middle of the 19th century the truth-pathos in the natural (...)
     
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  23. Gregor Schiemann (2009). Realism in Context: The Examples of Lifeworld and Quantum Physics. Human Affairs 19 (2):211-222.
    Lifeworld realism and quantum-physical realism are taken as experience-dependent conceptions of the world that become objects of explicit reflection when confronted with context-external discourses. After a brief sketch of the two contexts of experience—lifeworld and quantum physics—and their realist interpretations, I will discuss the quantum world from the perspective of lifeworld realism. From this perspective, the quantum world—roughly speaking—has to be either unreal or else constitute a different reality. Then, I invert the perspective and examine the lifeworld from the standpoint (...)
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  24. Gregor Schiemann (2009). Thematisierung von Nichtwissen: Begrenzung oder Fortsetzung der Verwissenschaftlichung? In Erwägen Wissen Ethik“. Lucius&Lucius
    Mit der Ausrichtung einer Gesellschaft auf Wissensgewinnung und -anwendung tritt auch ihr Verhältnis zum Nichtwissen hervor. Nichtwissen ist nur vom Wissen her thematisierbar. Ohne Interesse am Wissen braucht einen auch das Nichtwissen nicht zu kümmern. Epistemische Ignoranz ist aus der Perspektive des Wissens freilich der Inbegriff des Nichtwissens. Das die modernen Gesellschaften zunehmend bestimmende Wissen ist ein spezifisch wisscnschaftliches, vornehmlich naturwissenschaftlich-technisches Wissen. Obwohl dieses Wissen immer mehr gesellschaftliche Bereiche durchdringt, bleibt seine Differenz zu anderem wissenschaftlichen Wissen - wie etwa dem (...)
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  25. Gregor Schiemann (2009). Werner Heisenberg’s Position on a Hypothetical Conception of Science. In M. Heidelberger & G. Schiemann (eds.), The Significance of the Hypothetical in the Natural Sciences. De Gruyter
    Werner Heisenberg hat einen wichtigen, noch nicht hinreichend untersuchten Beitrag zum Wandel des neuzeitlichen Wissenschaftsverständnisses geleistet. Der Wandel führte von der Charakterisierung des wissenschaftlichen Wissens als sichere Erkenntnis zu seiner - heute weithin anerkannten - Charakterisierung als bloß hypothetische Erkenntnis. Anfänge dieses Wandlungsprozesses lassen sich im 19. Jahrhundert nachweisen (z.B. bei John Hersehel, William Whewell oder Hermann von Helmholtz). Ich möchte am Beispiel von Heisenberg der Frage nachgehen, welchen Einfluss die Begründung der Quantenmechanik, die seine Wissenschaftsauffassung prägte, auf den Prozess (...)
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  26. Gregor Schiemann (2009). Welt im Wandel: Werner Heisenbergs Ansätze zu einer pluralistischen Philosophie. In A. Schwarz & A. Nordmann (eds.), Philosophierende Forscher. Alber
    Werner Heisenberg ist eine der Schlüsselfiguren, die zur Entstehung und Entwicklung der modernen Physik beitrugen. 1925 gelang ihm der Ansatz für eine erste umfassende mathematische Theorie zur Berechnung der atomphysikalischen Phänomene. Er schuf damit eine der entscheidenden konzeptionellen Voraussetzungen für die Beherrschung von Prozessen, ohne die die technische Zivilisation der modernen Welt nicht denkbar wäre. Auf Grundlage der Weiterentwicklung seiner Theorie konnte er 1927 mit der sogenannten Unbestimmtheitsrelation nachweisen, dass den atomphysikalischen Phänomenen Eigenschaften zukommen, für die es in den bisherigen (...)
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  27. Gregor Schiemann & M. Heidelberger (2009). Introduction. In G. Schiemann & M. Heidelberger (eds.), The Significance of the Hypothetical in the Natural Sciences. De Gruyter
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  28. Gregor Schiemann (2008). Ambivalences et limites du concept de pitié chez Jean-Jacques Rousseau. In L. Tengelyi & E. Escoubas (eds.), L'affect et l'affectivité de la philosophie moderne à la phénoménologie. L'Harmattan
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  29. Gregor Schiemann (2008). Experimental Knowledge and the Theory of Producing It: Hermann von Helmholtz. In U. Feest & G. Hon (eds.), Generating Experimental Knowledge. Max Planck Institute for the History of Science
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  30. Gregor Schiemann (2008). Phänomenologie der Lebenswelt: Dimensionen nichtwissenschaftlicher Erfahrung. In C. F. Gethmann (ed.), Kolloquiumsbeiträge des XXI. Deutschen Kongresses für Philosophie in Essen 2008.
    In der Nachfolge von Edmund Husserl ist die These von der Eigenständigkeit der lebensweltlichen Erfahrung als Voraussetzung für die phänomenologische Begründung der Wissenschaft von Interesse. Dieses Interesse sieht sich allerdings der Gefahr ausgesetzt, den nichtwissenschaftlichen Charakter lebensweltlicher Erfahrung nur unter einem eingeschränkten Blickwinkel, der durch die Vorgaben des auf wissenschaftliche Erkenntnis abzielenden Begründungsvorhabens bestimmt ist, zu untersuchen. Um dieser Engführung zu entgehen, möchte unser Kolloquium die Frage der Wissenschaftsbegründung, soweit es geht, ausklammern. Die Spezifität der lebensweltlichen Erfahrung soll auch in (...)
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  31. Gregor Schiemann (2008). Jahresbericht der Bergischen Universität Wuppertal.
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  32. Gregor Schiemann (2008). Naturphilosophie als Arbeit am Naturbegriff. In C. Kummer (ed.), Was ist Naturphilosophie und was kann sie leisten? Alber
    Naturbegriffe beschreiben naturphilosophische Gegenstandsbereiche und fassen Resultate naturphilosophischer Diskurse zusammen. Gehört ihre Bestimmung zu den grundlegenden Aufgaben der Naturphilosophie, so stellt ihre gegenwärtige Vielfalt für die Naturphilosophie eine Herausforderung dar, Von kaum einer wirkungsgeschichtlich bedeutsamen Definition von Natur ist in den letzten Jahrzehnten behauptet worden, ihr komme keine Relevanz für den Diskurs zu. Der Beitrag zeigt Ordnungsstrukturen in der Pluralität der Verwendungsweisen auf und begründet den aktuellen Geltungsanspruch traditioneller Begriffe im Bezug auf spezifische Erfahrungsweisen. Nach einer Einführung beginne ich mit (...)
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  33. Gregor Schiemann (2008). Nanotechnologie und Naturverständnis. In G. Hofmeister, K. Köchy & M. Norwig (eds.), Nanobiotechnologien. Philosophische, anthropologische und ethische Fragen. Alber
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  34. Gregor Schiemann (2008). Verlust der Welt im Bild. Ursprung und Entwicklung des Bildbegriffes bei Hermann von Helmholtz und Heinrich Hertz. In G. Wolfschmidt (ed.), Heinrich Hertz (1857-1894) and the Development of Communication (Nuncius Hamburgensis. Beitrage zur Geschichte der Naturwissenschaften, Band 10). Norderstedt
    Helmhotz initially ascribes more to theoretical knowledge than merely that it is a picture of the world: it penetrates even to the unobservable causes of the phenomena which he conceived throughout his career as matter set mechanically in motion. The introduction of the picture-concept in the 1860s to characterize scientific theories marks the beginning of the loss of a direct connection with the world. Theories now constitute only a representation of a law-like structure of the world but no longer shed (...)
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  35. Gregor Schiemann (2008). „Vom Kopf auf die Füße“: Zur Entwicklung des Verhältnisses von Magie und Naturwissenschaft /“Back on its Feet”: On the Development of the Relationship between Magic and Natural Science. In Jahresbericht der Bergischen Universität Wuppertal.
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  36. Gregor Schiemann (2008). Werner Heisenberg. C.H. Beck.
    Gregor Schiemann führt allgemeinverständlich in das Denken dieses Physikers ein. Thema sind die Erfahrungen und Überlegungen, die Heisenberg zu seinen theoretischen Erkenntnissen geführt haben, die wesentlichen Inhalte dieser Erkenntnisse sowie die Konsequenzen, die er daraus für die Geschichte der Physik und das wissenschaftliche Weltbild gezogen hat. Heisenbergs Vorstellungswelt durchzieht durch ein Spannungsverhältnis, das heute noch das Denken vieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bewegt. Er ist um ein umfassendes Verständnis der Naturprozesse bemüht, zugleich aber von der Berechenbarkeit und Beherrschbarkeit von Phänomenen auch (...)
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  37. Gregor Schiemann & Friedrich Steinle (2008). Introduction. Centaurus 50.
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  38. Gregor Schiemann (2007). Ambivalenzen und Grenzen des Mitleids bei Jean-Jacques Rousseau. In H. Landweer (ed.), Gefühle – Struktur und Funktion. Akademieverlag
    Obwohl Rousseaus Mitleidsbegriff in heutige Verständnis weisen des Mitleids eingegangen ist , spielt er in ihren Thematisierungen nur eine eher untergeordnete Rolle . Rousseaus Beitrag zum modernen Begriffsverständnis steht einerseits im Schatten des Einflusses anderer ethischer Gefühlsauffassungen. Zu denken ist hierbei an Arthur Schopenhauers Mitleidsethik, auf die sich Autoren wie Walter Schutz oder Ursula Wolf, die das Mitleid zu den Zentralbegriffen ihner Ethik rechnen, vornehmlich beziehen, an utilitaristische Mitleidskonzeptionen oder an Anknüpfungen an die englische Moral-Sense-Philosophy von David Hume und Adam (...)
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  39. Gregor Schiemann (2007). Contexts of Nature According to Aristotle and Descartes. The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy 5:65-71.
    From the point of view of the history and philosophy of science, the relationship of Descartes' to Aristotle's concept of nature has not been grasped in an entirely satisfactory way. In this article, the two concepts will be subjected to a comparative analysis, beginning with the outstanding feature that both concepts of nature are characterized by a contradistinction to the non-natural: Aristotle separates nature and technology; Descartes opposes nature to thinking. My thesis is that these meanings have found privileged application (...)
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  40. Gregor Schiemann (2007). Ein Erkenntnisstil neben anderen. Zur Phänomenologie lebensweltlicher und nicht lebensweltlicher Erfahrung. In D. Ginev (ed.), Aspekte der phänomenologischen Theorie der Wissenschaft. Königshausen Und Neumann
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  41. Gregor Schiemann (2007). Physics and Magic. Disenchanting Nature. In J. Mildorf, U. Seeber & M. Windisch (eds.), Magic, Science, Technology and Literature. Lit
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  42. Gregor Schiemann (2007). Werner Heisenbergs Position zu einer hypothetischen Wissenschaftsauffassung in seinen populären Reden und Aufsätzen. In M. Gerhard (ed.), Oldenburger Jahrbuch für Philosophie.
    Werner Heisenberg hat einen wichtigen, noch nicht hinreichend untersuchten Beitrag zum Wandel des neuzeitlichen Wissenschaftsverständnisses geleistet. Der Wandel führte von der Charakterisierung des wissenschaftlichen Wissens als sichere Erkenntnis zu seiner - heute weithin anerkannten - Charakterisierung als bloß hypothetische Erkenntnis. Anfänge dieses Wandlungsprozesses lassen sich im 19. Jahrhundert nachweisen (z.B. bei John Hersehel, William Whewell oder Hermann von Helmholtz). Ich möchte am Beispiel von Heisenberg der Frage nachgehen, welchen Einfluss die Begründung der Quantenmechanik, die seine Wissenschaftsauffassung prägte, auf den Prozess (...)
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  43. Kristian Köchy & Gregor Schiemann (2006). Natur Im Labor: Einleitung. Philosophia Naturalis 43 (1):1-9.
  44. Gregor Schiemann (2006). Kein Weg vorbei an der Natur: Natur als Gegenpart und Voraussetzung der Nanotechnologie. In A. Nordmann & J. Schummer (eds.), Nanotechnologie im Kontext: Philosophische, ethische und gesellschaftliche Perspektiven. Akademische Verlagsgesellschaft
    Two crileria are proposed for characterizing the diverse and not yet perspicous relalions between nanotechnology und nature. They assumc a concept or nature as that which is not made by human action. One of the criteria endorses a distinction between natural and artificial objects in nanotechnology: the other allows for a discussion of the potential nanotechnological modification or nature. Insofar as current trends may be taken as indicative of future development, nanotechnology might increasingly use the model of nature as a (...)
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  45. Gregor Schiemann (2006). Naturalismus und Dualismus als naturphilosophisches Problem. Das Verhältnis von Natur und Erfahrung. In K. Köchy & M. Norwig (eds.), Umwelt-Handeln. Zum Zusammenhang von Naturphilosophie und Umweltethik, („Lebenswissenschaften im Dialog“ Bd. 2).
    Der Diskurs über die Natur ist durch eine Bedeutungsvielfalt gekennzeichnet, die sich kaum unter einen einheitlichen Begriff bringen läßt. Unter Natur wird beispielsweise die von den Naturwissenschaften beschriebene Welt verstanden. Natur meint aber auch Wirklichkeiten abseits der wissenschaftlich erfaßten Welt. In unberührter Wildnis wird Natur in ihrer Fremdheit als das Andere der Kultur erfahren, in gepflegten Parklandschaften dient sie der zivilisierten Erholung, am eigenen Leib erleben wir sie in unserer inneren Sinnenwelt - um nur einige weitere Verständnisweisen zu nennen. Die (...)
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  46. Gregor Schiemann (2006). Zweierlei Raum. Über die Differenz von lebensweltlichen und physikalischen Vorstellungen. In E. Uhl & M. Ott (eds.), Denken des Raums in Zeiten der Globalisierung. LIT Verlag
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  47. Gregor Schiemann & Kristian Köchy (eds.) (2006). Natur im Labor. Themenschwerpunkt in Philosophia Naturalis Bd. 43, Heft 1-2. Klostermann..
    Seit Beginn der frühen Neuzeit ist das naturwissenschaftliche Verfahren maßgeblich durch ein neues Konzept geprägt: das Konzept des experimentellen, gestalterischen Eingriffs in die Natur. Es geht nun nicht mehr darum, eine Geschichte der "freien und ungebundenen Natur" (Bacon) zu erzählen, die in ihrem eigenen Lauf belassen und als vollkommene Bildung betrachtet wird. Es geht vielmehr darum, der "gebundenen und bezwungenen Natur" (Bacon) vermittels der experimentellen Tätigkeit des Menschen die Geheimnisse zu entreißen. Diese technisch-praktische Konzeption grenzt sich explizit von den klassischen (...)
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  48. Gregor Schiemann & Dieter Mersch (eds.) (2006). Platon im nachmetaphysischen Zeitalter. Wissenschaftliche Buchgesellschaft.
    Die Beschäftigung mit Platon hat eine lange Geschichte, Rezeptionen seines Denkens sind so prägend für die Philosophiegeschichte geworden, dass diese verständlicherweise zuweilen als eine Sammlung von Fußnoten zu seinem Werk begriffen wurde. Das gilt besonders für einen durchgängigen metaphysischen Zug des abendländischen Denkens, ein grundsätzliches Ordnungsmodell aus der Antike, das, christlich gewendet, die Theoriebildung bis in unsere Tage fundiert. Aber mit einer Reihe anderer Gewissheiten ist auch dieser erfolgreiche Platonismus Gegenstand der Kritik geworden. Kann und soll man den metaphysischen Platon (...)
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  49. Gregor Schiemann (2005). Gott würfelt nicht. Einsteins immer noch aktuelle Kritik der Quantenmechanik. In J. Renn (ed.), Albert Einstein. Ingenieur des Universums. 100 Autoren für Einstein.
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  50. Gregor Schiemann (2005). Inductive Justification and Discovery. On Hans Reichenbach’s Foundation of the Autonomy of the Philosophy of Science. In Schickore J. & Steinle F. (eds.), Revisiting Discovery and Justification. Kluwer 23--39.
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