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    Genozidleugnung: Organisiertes Vergessen oder Substanzielle Erkenntnispraxis?Melanie Altanian - 2022 - Zeitschrift für Praktische Philosophie 9 (1):251-278.
    Die Begriffe "kollektive Amnesie" und "organisiertes Vergessen" werden oft verwendet, um Fälle zu beschreiben, in denen historisches Wissen, das im gesellschaftlichen, kollektiven Gedächtnis verfügbar sein sollte – weil es sich beispielsweise um gerechtigkeitsrelevantes Wissen handelt – aus unterschiedlichen, meist politisch problematischen Gründen nicht verfügbar ist. Beispielsweise, weil es gegebene Herrschaftsverhältnisse bedrohen würde. In diesem Beitrag soll gezeigt werden, weshalb diese Begriffe gerade in solchen Fällen irreführend sind. Insbesondere nationale Erinnerungspolitik kann oftmals aus Erkenntnispraktiken bestehen oder befördern, die nicht primär Vergessen (...)
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  2.  2
    Epistemische Ungerechtigkeiten in und durch Algorithmen – ein Überblick.Nadja El Kassar - 2022 - Zeitschrift für Praktische Philosophie 9 (1):279-304.
    Die Erkenntnis, dass Algorithmen diskriminieren, benachteiligen und ausschließen, ist mittlerweile weit verbreitet und anerkannt. Programme zur Verwendung im predictive policing, zur Berechnung von Rückfälligkeitswahrscheinlichkeiten bei Straftäter:innen oder zur automatischen Gesichtserkennung diskriminieren vor allem gegen nicht-Weiße Menschen. Im Zuge dieser Erkenntnis wird auch vereinzelt die Verbindung zu epistemischer Ungerechtigkeit hergestellt, wobei die meisten Beiträge die Verbindungen zwischen Algorithmen und epistemischer Ungerechtigkeit nicht im Detail analysieren. Dieser Artikel unternimmt einen Versuch, diese Lücke in der Literatur zu verkleinern. Dabei umreiße ich zunächst das (...)
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  3.  3
    Embryo-Splitting und reproduktives Klonen.Aurélie Halsband - 2022 - Zeitschrift für Praktische Philosophie 9 (1):15-40.
    Mithilfe der Verfahren des Embryo-Splittings werden unter Laborbedingungen aus einem Embryo mehrere, genetisch identische Embryonen gewonnen. Gegenwärtig wird in Fachbeiträgen debattiert, die in der Nutztierzucht etablierten Verfahren auf die humane Reproduktionsmedizin auszuweiten. Eine solche Anwendung wird derzeit flächendeckend als reproduktives Klonen verstanden und ist in allen Staaten per Gesetz oder Richtlinie untersagt. Bei der Prüfung ausgewählter Einwände gegen die prinzipielle Zulässigkeit einer Anwendung des Embryo-Splittings als assistierter Reproduktionstechnologie zeigt sich, dass sich die Einwände gegen das reproduktive Klonen nicht auf den (...)
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  4.  2
    Einleitung: Epistemische Ungerechtigkeiten.Hilkje C. Hänel - 2022 - Zeitschrift für Praktische Philosophie 9 (1):141-154.
    Die Debatte um epistemische Ungerechtigkeit verbindet normative Gerechtigkeitstheorien mit erkenntnistheoretischen Theorien und stellt somit die Art von wichtigen Fragen, die in den letzten Jahren sowohl innerhalb als auch außerhalb der Wissenschaft internationale Aufmerksamkeit erfahren haben. Verwiesen sei hier etwa auf soziale Bewegungen wie #MeToo und #BlackLivesMatter zeigen. Theorien der epistemischen Ungerechtigkeit können sowohl epistemische Praktiken analysieren und einen Beitrag zu Gerechtigkeitstheorien und sozialer Epistemologie liefern, als auch zu adäquateren Verständnissen von existierenden Ungerechtigkeiten beitragen. In dem hier vorliegenden Schwerpunkt werden Beiträge (...)
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  5.  3
    Einleitung zu Serene Khaders Decolonizing Universalism: A Transnational Feminist Ethic.Hilkje C. Hänel & Fabian Schuppert - 2022 - Zeitschrift für Praktische Philosophie 9 (1):305-314.
    Serene Khader ist eine der wenigen feministischen Philosoph:innen in der anglosächsischen Philosophie, die sich gezielt mit globaler Ungerechtigkeit und Imperialismus aus Sicht jener Frauen beschäftigen, die von kolonialer und kultureller Herrschaft betroffen sind. Hierbei entlarvt sie eindrucksvoll die oftmals westliche Prägung von Feminismus, Gleichstellungspolitik und Philosophie und verfolgt so das Ziel, die Autonomie und Entscheidungskraft aller Frauen anzuerkennen. So zielt Khader in Decolonizing Universalism: A Transnational Feminist Ethic auf eine Neuausrichtung der feministischen Perspektive, welche es schafft, dekolonial und anti-imperialistisch zu (...)
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  6.  5
    Was ist Geschlechtergerechtigkeit?Hilkje C. Hänel & Fabian Schuppert - 2022 - Zeitschrift für Praktische Philosophie 9 (1):315-328.
    In Decolonizing Universalism: A Transnational Feminist Ethic zielt Serene Khader auf eine Neuausrichtung der feministischen Perspektive, welche es schafft, dekolonial und anti-imperialistisch zu sein, ohne gleichzeitig dem Universalismus komplett abzuschwören. Die Motivation hinter dieser Neuorientierung ist die Einsicht, dass der liberale moralische Universalismus oftmals kulturelle Vorherrschaft und Imperialismus verstärkt. In diesem Kommentar wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, was genau unter Geschlechtergerechtigkeit verstanden werden soll und welcher Maßstab zur Beantwortung der Frage nach Gerechtigkeit angebracht ist und einige Ideen zum (...)
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  7. Wie ideal ist zu ideal? Serene Khaders Decolonizing Universalism und die Kritik an einem idealisierenden Feminismus.Tamara Jugov - 2022 - Zeitschrift für Praktische Philosophie 9 (1):339-354.
    Der vorliegende Beitrag liest Serene Khaders Buch „Decolonizing Universalism“ und ihren darin entwickelten feministischen nicht-idealen Universalismus als wichtigen Beitrag zur Debatte um nicht-ideale politische Philosophie. Khaders Ansatz hat einen nicht-idealen Charakter, weil er zwar die universelle Überwindung sexistischer Praktiken fordert, dies aber auf eine kontextsensitive, nichtidealisierende Art und Weise tut. Eine zu ideale Art und Weise der Theoriebildung attestiert Khader einem „liberal-missionarischen“ Feminismus. Diesem wirft sie einen Gerechtigkeitsmonismus, ungerechtfertigte Idealisierungen sowie übertriebenen Moralismus vor. Der vorliegende Beitrag befindet, dass die Verknüpfung (...)
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  8.  2
    Intuition, intuitives Wissen und epistemische Ungerechtigkeit.Eva-Maria Jung - 2022 - Zeitschrift für Praktische Philosophie 9 (1):179-200.
    Dieser Aufsatz untersucht einige Zusammenhänge zwischen der Zuschreibung von Intuitionen und intuitivem Wissen einerseits und epistemischen Ungerechtigkeiten andererseits. Der Aufsatz gliedert sich in zwei Teile. Ausgangspunkt ist im ersten Teil Frickers Theorie der epistemischen Ungerechtigkeit. Ich zeige auf, dass dem Verweis auf die „weibliche Intuition“ eine Schlüsselrolle in der Etablierung der Konzepte der testimonialen und hermeneutischen Ungerechtigkeit zukommt, da in ihm systematische Vorurteile über gender-codierte Denkmuster und Verhaltensweisen kulminieren, die paradigmatisch für strukturelle epistemische Ungerechtigkeiten sind. Allerdings gilt es zu betonen, (...)
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  9.  1
    Liberalismus und die situierte Epistemologie der Ungerechtigkeit.Katharina Kaufmann - 2022 - Zeitschrift für Praktische Philosophie 9 (1):201-224.
    Dieser Beitrag untersucht die Frage, ob und wie der Liberalismus mit der situierten Epistemologie der Ungerechtigkeit umgehen kann. Diese Frage stellt sich im Zuge der liberalen Annäherung an Ungerechtigkeitskonzepte beispielsweise durch die nicht-ideale Theorie sowie die Rezeption Judith Shklars, und ist durch eine Diskrepanz liberaler Theoriebildung motiviert: einerseits steht das konstitutive normative Interesse des Liberalismus an Ungerechtigkeit; andererseits steht die weitgehend auf Abstraktion basierende Methodologie des Liberalismus, die spezifisches Wissen über Ungerechtigkeit verunmöglicht. Insbesondere in Fällen struktureller Ungerechtigkeit gilt die soziale (...)
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  10.  1
    Die Nötigung zur Öffnung.Viktor Kempf - 2022 - Zeitschrift für Praktische Philosophie 9 (1):41-76.
    Seyla Benhabib vermag es mithilfe ihres Konzepts der „demokratischen Iteration“ das Prinzip der Volkssouveränität mit den moralischen Ansprüchen von Migrierenden auf Augenhöhe zu vermitteln. Dies gelingt ihr, weil sie „demokratische Iterationen“ als diskursive Aushandlungsprozesse unter Bedingungen der Öffentlichkeit versteht. Der Begriff der Öffentlichkeit bezeichnet, wohl verstanden, nämlich einen konstitutiv offenen Kommunikationsraum, in dem sich die diskursive Klärung des demokratischen „Wir“ immer schon unter prinzipiellem Einbezug „des Anderen“ vollzieht. Bereits John Dewey, Hannah Arendt und Jürgen Habermas haben diese konstitutive Offenheit der (...)
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  11.  2
    Dekolonialer Feminismus, Unterdrückung und Handlungsfähigkeit: Eine Antwort auf Hänel und Schuppert, Jugov, Reibold und Müller.Serene J. Khader - 2022 - Zeitschrift für Praktische Philosophie 9 (1):371-388.
    Ich habe Decolonizing Universalism mit der Absicht geschrieben, eine große Frage zu beantworten – vielleicht die größte normative Frage, die die transnationale feministische Wissenschaft beschäftigt: Wie können wir gleichzeitig Feministinnen und Antiimperialistinnen sein? Anders ausgedrückt: Gibt es eine normative Position, die eine gründliche Kritik des Imperialismus ermöglicht, ohne in sexistischen oder patriarchalen Apologetismus zu verfallen? In diesem Buch entwickle ich eine solche Position. In dieser Antwort versuche ich, einige der von Hänel und Schuppert, Jugov, Müller und Reibold aufgeworfenen Fragen zu (...)
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  12. Klimaaktivismus als ziviler Ungehorsam.Benjamin Kiesewetter - 2022 - Zeitschrift für Praktische Philosophie 9 (1):77-114.
    Political actions by Fridays for Future, Extinction Rebellion, and other climate activists often involve violations of legal regulations – such as compulsory education requirements or traffic laws – and have been criticized for this in the public sphere. In this essay, I defend the view that these violations of the law constitute a form of morally justified civil disobedience against climate policies. I first show that these actions satisfy the criteria of civil disobedience even on relatively strict conceptions of civil (...)
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  13.  2
    Methodologische und strategische Herausforderungen einer anti-imperialistischen transnationalen feministischen Ethik.Mirjam Müller - 2022 - Zeitschrift für Praktische Philosophie 9 (1):329-338.
    In diesem Artikel diskutiere ich zwei Herausforderungen für Serene J. Khaders Vorschlag einer transnationalen anti-imperialistischen feministischen Ethik. Die erste Herausforderung ist methodologischer Art und wirft die Frage auf, welche epistemischen und politischen Faktoren für Khaders nicht-idealer Theoriebildung eine Rolle spielen. Die zweite Herausforderung stellt sich mit Blick auf die Frage, wie stark Widerstand gegen sexistische Unterdrückung als Grundlage für transnationalen Feminismus tatsächlich ist. In diesem Zusammenhang diskutiere ich außerdem die Frage nach der Beziehung zwischen sexistischer Unterdrückung und Kapitalismus.
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  14.  1
    Welche Art von Unterdrückung sollte im Fokus eines transnationalen, anti-imperialistischen Feminismus stehen?Kerstin Reibold - 2022 - Zeitschrift für Praktische Philosophie 9 (1):335-370.
    Serene Khaders Decolonizing Universalism präsentiert eine erhellende Theorie darüber, wie ein antiimperialer, transnationaler Feminismus heute verstanden werden sollte. Im Mittelpunkt ihrer Theorie steht eine Definition von Feminismus als Widerstand gegen sexistische Unterdrückung, welche sie als systematische Benachteiligung, die Frauen wegen ihres Frau-Seins erfahren, versteht. Allerdings begründet Khader nur sehr kursorisch, warum diese Definition von Unterdrückung am besten für einen antiimperialen, transnationalen Feminismus geeignet ist. Dieser Artikel argumentiert, dass Khader nicht nur eine ausführlichere Begründung schuldig bleibt, sondern dass ihr Konzept von (...)
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  15.  2
    Stumme Schreie.Dietrich Schotte - 2022 - Zeitschrift für Praktische Philosophie 9 (1):225-250.
    Trotz der wiederholten Kritik an ihm scheint Johan Galtungs Begriff der „strukturellen Gewalt“ durch die Verbindung von sozialwissenschaftlicher Analyse und normativer Kritik komplexer sozialer Strukturen wie gemacht zu sein für die Analyse epistemischen Unrechts. Während andere Autor:innen deutlich klarer definierte und abgegrenzte Begriffe der strukturellen oder „institutionalisierten“ Gewalt vorgeschlagen haben, fehlt hier meist eine Diskussion der entsprechenden Phänomene, die den Begriff des „epistemischen Unrechts“ einbezieht. In diesem Aufsatz will ich unter Einbeziehung jüngerer Arbeiten zum Begriff der Gewalt zum einen zeigen, (...)
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  16.  3
    Die epistemische Ambiguität der Verwundbarkeit.Mariana Teixeira - 2022 - Zeitschrift für Praktische Philosophie 9 (1):155-178.
    Angesichts der angeblichen axiologischen Neutralität des Wissens, die in Teilen der Wissenschaft proklamiert wird, bieten seit langem mehrere philosophische Strömungen verschiedene Darstellungen der internen Verbindung zwischen Wissen und Machtverhältnissen. Diese reiche Geschichte umfasst Beiträge u. a. aus dem Poststrukturalismus, dem Marxismus, der Kritischen Theorie, den Decolonial und Critical Race Studies, dem Feminismus und den Theorien der epistemischen Ungerechtigkeit. Trotz ihrer vielen theoretischen Divergenzen stimmen sie alle mit der grundlegenden diagnostischen Prämisse überein, dass Machtungleichheiten eine bedeutsame Rolle bei der Definition dessen (...)
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  17.  1
    Digitally Shared Experience?Sebastian Weydner-Volkmann - 2022 - Zeitschrift für Praktische Philosophie 9 (1):115-140.
    Anhand der Mechanismen „Filterblase“ und „ Echokammer“ in digitalen Medien beleuchtet der Artikel, inwiefern Deweys funktionaler Öffentlichkeitsbegriff für die aktuelle Demokratiekrise mögliche Lösungsperspektiven erschließen lässt. Eine Rekonstruktion von Deweys Begriffen der Öffentlichkeit und der geteilten Erfahrung legt offen, dass der Aspekt der situativ-leiblich eingebundenen Erfahrung in der Forschungsdebatte zu digitalen Öffentlichkeiten nicht adäquat berücksichtigt wird. Darauf aufbauend lässt sich im Widerspruch zu einigen Debatten-Beiträgen zeigen, dass eine stärkere Rückbindung an lokale Lebenskontexte eine Voraussetzung dafür ist, diesen problematischen Mechanismen digitalisierter Medien (...)
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  18.  2
    Das Prinzip demokratischer Gleichheit.Christine Abbt - 2022 - Zeitschrift für Praktische Philosophie 8 (2):277-294.
    Kippfiguren, so die These im Beitrag, sind Gedankenexperimente, mit denen das demokratische Prinzip Gleichheit, und also das darin unauflöslich wirksame und paradoxe Verhältnis von Gleichheit und Freiheit, plausibel wird. Das geschieht auf zwei Ebenen. Im Vollzug des Kippens wird das je eigene Sehen als Perspektive kenntlich und eine Differenzierung zwischen Wahrnehmen und Denken kommt in Gang. Zudem wird erkennbar, dass dasselbe gleichzeitig dasselbe und doch nicht dasselbe ist. Paradoxe Verhältnisse werden so dem Denken zugänglich und Verbindendes vergegenwärtigt. Das Denkerlebnis, das (...)
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  19.  3
    A steady diet of strange, exotic, or downright bizarre examples.Rebecca Bachmann - 2022 - Zeitschrift für Praktische Philosophie 8 (2):295-322.
    Gedankenexperimente in der Philosophie zeichnen sich durch ein widersprüchliches Verhältnis aus: Sie werden gleichzeitig häufig genutzt und vielfältig kritisiert. Im Zentrum der Kritik steht dabei das Szenario sowie seine teilweise als absurd wahrgenommenen Details. Als Verteidigungsstrategie der Methode wird daher zum einen versucht, realistische Gedankenexperimente zu bevorzugen, zum anderen, das Argument hinter dem Szenario deutlicher in den Fokus zu rücken. Im Zuge dessen wird jedoch das eigentlich Charakteristische an einem Gedankenexperiment – das Szenario – vernachlässigt. Um die Relevanz des Szenarios (...)
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  20.  5
    Sollten wir auf die Trolley-Fälle verzichten?Tobias Gutmann - 2022 - Zeitschrift für Praktische Philosophie 8 (2):323-350.
    In den moralphilosophischen Debatten der letzten Jahrzehnte spielen die sogenannten Trolley-Fälle eine große Rolle. Sie kommen zum Einsatz in Diskussionen der Frage, welcher Schaden Personen im Rahmen medizinischer oder politischer Maßnahmen zugefügt werden darf, und in Diskussionen darüber, welches die richtige normative Moraltheorie ist. Allerdings kritisieren viele Philosophinnen und Philosophen diese Gedankenexperimente wegen ihrer Konstruiertheit, Künstlichkeit, Abstraktheit und ihrer Lebensferne. In diesem Beitrag werden die Einwände eines prominenten Kritikers, Allen Wood, diskutiert. Er attestiert den Trolley-Gedankenexperimenten neben den genannten Punkten außerdem, (...)
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  21.  5
    Ethische Akzeptabilität als zentraler Baustein philosophischer Politikberatung.Christian Loos & Michael Quante - 2022 - Zeitschrift für Praktische Philosophie 8 (2):15-46.
    Unter ‚Akzeptabilität‘ versteht man einerseits „gerechtfertigte Akzeptanzfähigkeit“ und andererseits „intersubjektive Angemessenheit“; Letztere wird in diesem Beitrag als praktische Kohärenz und soziale Verhältnismäßigkeit gefasst. Damit stellt das Konzept ethischer Akzeptabilität ein Angebot der praktischen Philosophie für den gesellschaftlichen Diskurs zur Akzeptabilitätsüberprüfung bereit. Als kritische Reflexionsinstanz geht es der Philosophie dabei weder um Akzeptanzbeschaffung noch um die Ermittlung möglicher oder erwartbarer Akzeptanz. Philosophische Politikberatung fokussiert als Ethik auf die Qualität der Gründe von Handlungen oder Handlungszielen von politischen Institutionen oder Personen.
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  22.  4
    Zur Bewertung ethischer Gedankenexperimente – „Intuitionspumpen“ vs. Ansatz des „rationalen Wollens“.Maria Schwartz - 2022 - Zeitschrift für Praktische Philosophie 8 (2):351-374.
    Im Beitrag wird die übliche, intuitionsbasierte Bewertung ethischer Gedankenexperimente hinterfragt und stattdessen für ein neo-kantisches Verfahren der Bewertung argumentiert. Hierzu wird nach einer kurzen systematisch-historischen Verortung zunächst eine grobe Kategorisierung vorgenommen, die erstens nach der Funktion, zweitens nach der Fragestellung erfolgt, auf die Gedankenexperimente antworten. Das vorgeschlagene, neo-kantische Verfahren eignet sich insbesondere zur Bewertung einer bestimmten Kategorie von Gedankenexperimenten: Dilemmatische Situationen, in denen eine Abwägung von Menschenleben zur Debatte steht, weil nicht alle Beteiligten überleben können. Anhand von drei ausgewählten Gedankenexperimenten (...)
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  23.  2
    Gerechtigkeit und Moralismus.Amadeus Ulrich - 2022 - Zeitschrift für Praktische Philosophie 8 (2):89-116.
    Der neue politische Realismus erkennt in John Rawls einen Erzfeind. In jüngeren Debatten scheint oft evident zu sein, dass gerade Eine Theorie der Gerechtigkeit exemplarisch für einen Moralismus sei, der die politische Wirklichkeit verzerre. Doch die Sache ist kompliziert. In diesem Aufsatz blicke ich zurück auf sein Frühwerk im Lichte dieser Kritik. Dabei geht es mir um vier Einwände: dass Rawls’ Idealtheorie kein Ratgeber für das politische Handeln und ideologisch verblendet sei; Macht und ihre Legitimierbarkeit nicht überzeugend konzipiere; die Bedeutung (...)
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  24.  1
    Sind Gedankenexperimente in der praktischen Philosophie besonders?Marc Andree Weber - 2022 - Zeitschrift für Praktische Philosophie 8 (2):247-276.
    Dieser Text geht der Frage nach, ob und, wenn ja, inwieweit sich Gedankenexperimente in der praktischen Philosophie in ihrer Struktur und ihrer epistemischen Signifikanz von Gedankenexperimenten in der theoretischen Philosophie oder in den Naturwissenschaften unterscheiden. Anhand einer allgemeinen Strukturanalyse von Gedankenexperimenten wird dabei aufgezeigt, dass bei Gedankenexperimenten in der praktischen Philosophie zwar häufig die angemessene Bewertung eines zugrunde gelegten Szenarios im Zentrum steht und nicht, wie zum Beispiel in theoretischen Philosophie oft, dessen angemessene Beschreibung, dass dieser Unterschied aber kaum Auswirkungen (...)
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