Omlijning van een nieuw begrip van transcendentaalfilosofie: Een kritiek op Husserls reductie van de fenomenologie tot een transcendentale

Tijdschrift Voor Filosofie 34 (3):407 - 433 (1972)
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Abstract

Mit dem vorliegenden Beitrag sucht der Verf. eine Begründung für die auch von anderen Phänomenologen geteilte Meinung zu geben, daß einer entschiedenen Auswirkung der „wesentlich neuen” Intentionen der Phänomenologie die ihr von Husserls selbst gegebene transzendentalphilosophische Formulierung im Wege steht. Zum Zweck der Begründung dieser Meinung wird die Idee der Transzendentalphilosophie — den schwankenden Umschreibungen Husserls und schon Kants gegenüber - bestimmt als die einer Theorie der notwendigen Bedingungen der Möglichkeit des Gegebenseins von etwas überhaupt, verbunden mit der Idee des Vorrangs einer solchen Theorie notwendiger Möglichkeitsbedingungen. Diese Bestimmung gestattet alsdann, Husserls transzendentalen Idealismus als einen solchen zu bestimmen, welcher das - seinerseits transzendental genannte -Bewußtsein als notwendige Möglichkeitsbedingung der Realität setzt, keineswegs etwa als deren zureichenden Grund. Damit unterscheidet sich ein so bestimmter transzendentaler Idealismus in scharfem Gegensatz von einem Idealismus wie dem Fichtes, welcher die Intelligenz als den zureichenden Grund der Realität nachzuweisen sucht. Doch damit nicht genug. Nach der Darlegung Fichtes wäre zu eben diesem Nachweis - der Intelligenz als zureichenden Grundes der Realität als erfordert, die Realität als notwendige Bedingung der Möglichkeit der Intelligenz selber auszuweisen. Der „kritische” Idealismus Fichtes verbindet sich somit mit einem fundamentalen Realismus. Die von Fichte charakterisierte philosophische Gegenposition zu der seinigen, die eines „dogmatischen” Materialismus, bestünde in der Behauptung der materiellen Realität als zureichenden Grundes der Intelligenz oder des Bewußtseins und erforderte den Nachweis des Bewußtseins als notwendiger Möglichkeitsbedingung der Realität. Einen solchen Materialismus hat in der Tat, unter der Bezeichnung eines „dialektischen”, Friedrich Engels vertreten, der ihn deutlich von einem bloß mechanischen Materialismus im geläufigen Sinne des modernen Wissenschaftspositivismus abgrenzt, welcher sich auf die Hervorhebung der in der materiellen Realität gelegenen notwendigen Möglichkeitsbedingungen auch des Bewußtseins beschränkt, indessen der „dialektische” Materialismus die Materie als den zureichenden Grund einer notwendigen Entwicklung, zuletzt auch von menschlicher Intelligenz behauptet. So impliziert der „dialektische” Materialismus - nach den Begriffen Fichtes - von sich aus einen fundamentalen Idealismus, und ein transzendentaler Idealismus wie der von Husserl vertretene droht zur bloßen Fundamentalbetrachtung für die evolutionistische Metaphysik eines „dialektischen” Materialismus zu degenerieren. Die transzendentalphilosophische Formulierung der Phänomenologie stellte sich so in den Dienst der Befestigung einer extremen Form des uns alle beherrschenden Objektivismus, den zu durchbrechen doch die maßgebliche Intention einer phänomenologischen Philosophie bleiben muß. Bezüglich der klassischen Debatte um Idealismus und Realismus oder Materialismus ergibt sich, daß sich die Vordergrundsgegensätze der Positionen von Bewußtsein oder Intelligenz und Realität oder Materie verwischen und das wahre Problem im Hintergrund dieser Debatten ein in ihnen bisher kaum ausdrücklich berührtes ist : das der Ambivilenz der Grundverhältnisse, welcher zufolge zureichende Gründe die ihrer notwendigen Möglichkeitsbedingungen, notwendige Möglichkeitsbedingungen die ihrer zureichenden Gründe sind

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