Synthesis Philosophica 22 (1):219-229 (2007)

Abstract
Es liegt auf der Hand, warum das antireduktionistische Bild der mentalen Verursachung, die mentale Phänomene für kausal wirkungsvoll hält, so attraktiv ist: Es bewahrt die einmalige Natur des Mentalen , während es gleichzeitig dem Mentalen in unserer Welt seinen Platz zu sichern sucht, was mit der physikalistischen Ideologie kompatibel ist. Doch Kims so genanntes Supervenienzargument erinnert an das Dilemma, dem wir begegnen, wenn wir antireduktionistischen Lösungen der mentalen Verursachung den Vorzug geben, was uns dazu zwingen kann, diese aufzugeben, um nach anderen, plausibleren zu suchen. Das Problem liegt nämlich im Folgenden: Entweder besitzen mentale Eigenschaften kausale Fähigkeiten, oder sie besitzen sie nicht. Wenn sie sie besitzen, dann verstoßen wir gegen das Kausalprinzip der Schlussfolgerung, was eine Negation des Physikalismus bedeutet. Wenn nicht, dann akzeptieren wir den Epiphänomenalismus, der kausale mentale Fähigkeiten jedweder Art negiert. Somit geben wir entweder den Physikalismus auf oder wir akzeptieren den Epiphänomenalismus. Da der Antireduktionismus in beiden Fällen verliert, bildet keine dieser Optionen eine echte Alternative für seine Proponenten. Aus diesem Grunde glauben einige Autoren, dass wir uns an den Reduktionismus halten sollten, um mentale Kausalitäten zufriedenstellend erklären zu können. Gleichwohl ist hierbei der traditionelle, von Nagel geprägte Reduktionismus nicht angebracht, ein anderes ausgeklügeltes Modell sollte auf den Plan treten. Der erste Teil des Artikels stellt Gründe für die Abkehr von der klassischen Reduktion vor, der zweite beschreibt Kims funktionales Modell der Reduktion als eines seiner möglichen Nachfolger, während der Schlussteil den Ursachen seines Scheiterns auf den Grund geht
Keywords No keywords specified (fix it)
Categories (categorize this paper)
Options
Edit this record
Mark as duplicate
Export citation
Find it on Scholar
Request removal from index
Translate to english
Revision history

Download options

PhilArchive copy


Upload a copy of this paper     Check publisher's policy     Papers currently archived: 52,792
External links

Setup an account with your affiliations in order to access resources via your University's proxy server
Configure custom proxy (use this if your affiliation does not provide a proxy)
Through your library

References found in this work BETA

No references found.

Add more references

Citations of this work BETA

No citations found.

Add more citations

Similar books and articles

Grenzen des Wissens : Das Objektive Und Das Subjektive.Jens Kulenkampff - 2005 - In Jens Kulenkampff & Gunther Wanke (eds.), Über Die Grenzen von Wissenschaft Und Forschung: Fünf Vorträge. Verlag Universitätsbund Erlangen-Nürnberg E.V..
Perceptions and Relations in the Monadology.John Earman - 1977 - Studia Leibnitiana 9 (2):212 - 230.
Zum funktionalen Interesse philosophischer Reflexionen über das Phänomen Religion bei Descartes, Kant und Schleiermacher.Hermann Baum - 1986 - Neue Zeitschrift für Systematicsche Theologie Und Religionsphilosophie 28 (1):14-28.

Analytics

Added to PP index
2013-12-01

Total views
14 ( #653,252 of 2,342,229 )

Recent downloads (6 months)
2 ( #332,560 of 2,342,229 )

How can I increase my downloads?

Downloads

My notes