Die Welt und die Evidenz. Zu Husserls Erledigung des Cartesianismus

Husserl Studies 28 (3):201-224 (2012)

Abstract
Der Aufsatz will nachweisen, dass Husserls Denken in der Tat eine Erledigung des Cartesianismus darstellt. Es wird gezeigt, dass Husserls Denken eine ganz andere Auffassung der Wahrnehmung und der Evidenz als Descartes zugrunde liegt. Denn – im Vorgriff auf eine Einsicht, die gegenwärtig in der analytischen Philosophie vertreten wird – meint Husserl, eine Wahrnehmung oder Evidenz könne nur aufgrund anderer Wahrnehmungen oder Evidenzen bezweifelt werden. Deshalb setzt jede solche Bezweifelung das Vertrauen in die Wahrnehmung oder Evidenz voraus und kann nicht die Wahrnehmung oder Evidenz als solche betreffen, sondern lediglich ihre einzelnen Fälle. Demzufolge ist die phänomenologische Reduktion nicht eine Art methodischer Zweifel, und das Husserlsche cogito hat nicht dieselbe Bedeutung wie das Cartesianische cogito. All das beruht auf einer Auffassung der Wirklichkeit, deren Kern in der Identifikation von Wirklichkeit und Erfahrbarkeit liegt, die aber keine Reduktion der Dinge auf das Bewusstsein impliziert
Keywords No keywords specified (fix it)
Categories (categorize this paper)
DOI 10.1007/s10743-012-9114-5
Options
Edit this record
Mark as duplicate
Export citation
Find it on Scholar
Request removal from index
Translate to english
Revision history

Download options

Our Archive


Upload a copy of this paper     Check publisher's policy     Papers currently archived: 39,626
Through your library

References found in this work BETA

Sense and Sensibilia.J. L. Austin - 1962 - Oxford University Press.
The Last Word.Thomas Nagel - 1997 - Oxford: Oxford University Press.

View all 14 references / Add more references

Citations of this work BETA

Add more citations

Similar books and articles

Die Metaphysik und ihre Möglichkeit.E. J. Lowe - 2009 - Logos: Freie Zeitschrift für wissenschaftliche Philosophie 1:2-31.
Die Philosophie der Kosmologie über die Ewigkeit der Welt.Małgorzata Szcześniak - 2007 - The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy 5:81-86.
Der Begriff ,,des Rationalen'' in der Kantischen Ethik.Taşkiner Ketenci - 2007 - The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy 1:53-58.
Ist das Gettier-Problem wirklich ein Problem?Arkadiusz Chrudzimski - 2000 - Conceptus: Zeitschrift Fur Philosophie 33 (82):45-56.
Über die Emanzipation.Çetin Veysal - 2006 - The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy 9:21-26.
Meme, Meme, Meme: Darwins Erben und die Kultur.Maria E. Kronfeldner - 2009 - Philosophia Naturalis 46 (1):36-60.
Wogegen wandte sich Husserl 1891?Deodáth Zuh - 2012 - Husserl Studies 28 (2):95-120.
Théorie et histoire de la philosophie.Lucien Braun - 1979 - Journal for General Philosophy of Science / Zeitschrift für Allgemeine Wissenschaftstheorie 10 (2):234-243.
Philosophie und Politik.Martha Zapata Galindo - 2007 - The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy 11:19-23.

Analytics

Added to PP index
2013-03-09

Total views
49 ( #151,084 of 2,325,340 )

Recent downloads (6 months)
7 ( #218,293 of 2,325,340 )

How can I increase my downloads?

Downloads

My notes

Sign in to use this feature