In Wolfram Hogrebe (ed.), Grenzen und Grenzüberschreitungen. Sinclair Press. pp. 141-150 (2002)

Authors
Stephan Hartmann
Ludwig Maximilians Universität, München
Abstract
Die Frage, was eine wissenschaftliche Erklärung ist, stellt seit mehr als einem halben Jahrhundert ein zentrales Thema der Wissenschaftsphilosophie dar. Die heutige Diskussion begann mit einer richtungsweisenden Arbeit von Carl Hempel im Jahre 1942 über den Erklärungsbegriff in der Geschichtswissenschaft. In dieser Arbeit gab Hempel, frühere Überlegungen von John Stuart Mill, Karl Popper und anderen präzisierend, eine formale Definition der Erklärung eines singulären Faktums.1 Mit seiner dem zugrunde liegenden Auffassung, dass die Wissenschaften sehr wohl in der Lage sind, Erklärungen zu liefern, setzt sich Hempel ab von den zur damaligen Zeit vorherrschenden antimetaphysisch gestimmten Erklärungsskeptikern wie Pierre Duhem. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass Hempels Definition des Konzeptes der wissenschaftlichen Erklärung nicht wesentlich über das Deskriptive hinaus geht und damit auch und gerade von Empiristen akzeptiert werden kann. Bekanntlich versteht man unter einer Erklärung in Hempels Deduktiv-Nomologischen (D-N) Modell ein deduktiv gültiges Argument, zu dessen Prämisse (dem sog. Explanans) mindestens ein universelles Gesetz und eine Menge von singulären Sätzen gehört und dessen Konklusion das zu erklärende Faktum (das sog. Explanandum) ist.
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