Phronēsis bei Aristoteles und Hannah Arendt. Von der Sorge um das Leben und das Selbst zur Sorge um die Welt

Deutsche Zeitschrift für Philosophie 55 (4):587-603 (2007)
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Abstract

Hannah Arendt nimmt in ihrer Rekonzeptualisierung von Politik vielfach Bezug auf Aristoteles. Für die Beziehung zwischen Handeln und Sprechen als unterschieden von Herstellen und Arbeiten und für das Verhältnis Philosophie und Politik war Heidegger als Vermittler oder besser Interpret von Aristoteles' praktischer Philosophie für sie von zentraler Bedeutung. Für Hannah Arendt stellte die aristotelische phronēsis die Achse von Buch VI der Nikomachischen Ethik dar. Es war Martin Heidegger, der bei seiner gründlichen Exegese dieses Buches deutlich herausarbeitete, dass es die Aufgabe der phronēsis ist, die Handlung, praxis, sich selbst durchsichtig zu machen. Phronēsis ist Einsicht in die je eigene Handlungssituation. Sie deckt die rechte Weise des jemeinigen Daseins auf. Man könnte sagen, dass Heidegger Aristoteles' phronēsis verstärkt. Dasselbe ließe sich berechtigt von Hannah Arendt sagen, in deren Denken phronēsis zur eigentlich „politischen Tugend” wird

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Helgard Mahrdt
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