Authors
Chiara Paladini
Università degli Studi dell'Aquila
Abstract
Zusammenfassung Der Aufsatz untersucht die Theorie der exemplarischen Kausalität von Petrus Aureoli (1280–1322). Mindestens bis zur zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts behaupteten mittelalterliche Autoren, dass die Welt geordnet und intelligibel war, weil Gott sie nach aus der Ewigkeit in seinem Intellekt existierenden Modellen (d.h. göttlichen Ideen) geschaffen hatte. Aureoli focht diese traditionelle Ansicht an. In Aureolis Theorie ist die göttliche Essenz das einzige Urbild für die Erschaffung. Um zu erklären, wie ein einziges Objekt allein als Urbilder für die Erschaffung mehrerer verschiedener Kreaturen fungieren kann, muss er den Begriff der Nachahmbarkeit neu überdenken und ein neues Modell der exemplarischen Kausalität entwickeln. Das traditionelle Modell war das der Analogie: Eine Ursache erzeugt einen Effekt, der zum Teil ähnlich wie sie und zum Teil anders als sie ist. Aureoli greift auf den Be-griff von Äquivokation zurück. Er argumentiert, dass keine direkte Ähnlichkeit zwischen Ursache und Effekt notwendig ist. Im Gegenteil: Damit ein Objekt das Urbild für mehrere verschiedene Dinge sein kann, ist es notwendig, dass es für keinen von ihnen repräsentativ ist. Der Begriff der Äquivokation erlaubt es Aureoli, das traditionelle Modell der Erschaffung abzulehnen. Aequivocatio sieht keine Ähnlichkeit zwischen Idee und Ideatum vor. Es be-steht also kein Widerspruch darin, wenn man sagt, dass ein einziges Objekt (göttliche Essenz) aequivoce die exemplarische Ursache für mehrere verschiedene Objekte ist.
Keywords Peter Auriol  exemplar causality  divine knowledge  divine ideas  realism  conceptualism
Categories (categorize this paper)
Options
Edit this record
Mark as duplicate
Export citation
Find it on Scholar
Request removal from index
Translate to english
Revision history

Download options

PhilArchive copy

 PhilArchive page | Upload history
External links

Setup an account with your affiliations in order to access resources via your University's proxy server
Configure custom proxy (use this if your affiliation does not provide a proxy)
Through your library

References found in this work BETA

No references found.

Add more references

Citations of this work BETA

No citations found.

Add more citations

Similar books and articles

Kausalität ohne Ursachen.Torsten Wilholt - 2006 - Zeitschrift für Philosophische Forschung 60 (3):358 - 379.
Das Verständnis des zeitlosen Gottes.Peter Volek - 2019 - Scientia et Fides 7 (1):111-126.
ROSATO L.: Doctrina de Immaculata B. V. M. Conceptione secundum Petrum Aureoli. [REVIEW]H. M. Köster - 1961 - Freiburger Zeitschrift für Philosophie Und Theologie 8:355.
Leibniz on Determinism and Divine Foreknowledge.Endre Begby - 2005 - Studia Leibnitiana 37 (1):83-98.
Göttliche und geschöpfliche Kausalität.Gregor Holtum - 1921 - Freiburger Zeitschrift für Philosophie Und Theologie 8 (1):44-47.
Aquinas on the Divine Ideas as Exemplar Causes (Review).Antoine Côté - 2009 - Journal of the History of Philosophy 47 (4):pp. 624-625.

Analytics

Added to PP index
2020-04-22

Total views
14 ( #646,575 of 2,329,886 )

Recent downloads (6 months)
14 ( #41,542 of 2,329,886 )

How can I increase my downloads?

Downloads

My notes