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Auf den ersten Blick scheint Zeit in der Ethik landläufig keine besondere Rolle zu spielen. Im Nachvollzug der maßgeblichen Diskurse kommt immer wieder der Eindruck auf, die jeweils verhandelten Sachverhalte seien zeitlose Gebilde wie geometrische Figuren oder platonische Ideen. Auch der Mensch, von dem dabei als dem moralischen Subjekt die Rede ist, tritt vielfach als ein eigentümlich alters- und zeitloses Wesen in Erscheinung. So kann mitunter sogar der Anschein einer abstrakten Zeitenthobenheit des Ethischen überhaupt entstehen. Die diachrone Dimension der Prozessualität, des Geschehens, der Veränderung und Entwicklung, in der der Aspekt der Zeitlickeit ganz konkret erfahrbar wird, gerät in dieser Perspektive allenfalls als limitierender, epistemische Unschärfen und normative Geltungseinbußen bedingender Störfaktor in den Blick. Entsprechend ist die Bedeutung und Tragweite von Zeit und Zeitlichkeit in der Ethik bislang kaum systematisch reflektiert worden.
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DOI 10.22613/zfpp/1.1.4
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The Fragility of Goodness.Martha Nussbaum - 1988 - Journal of Philosophy 85 (7):376-383.
Lebenszeit Und Weltzeit.Hans Blumenberg - 1987 - Journal of Philosophy 84 (9):516-519.
Personal Identity, Responsibility and Time.L. Nathan Oaklander - 2003 - In Heather Dyke (ed.), Time and Ethics: Essays at the Intersection. Kluwer Academic Publishers. pp. 161--178.

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