Grazer Philosophische Studien 21 (1):65-87 (1984)

Abstract
Der Begriff 'Sinn' wird im Tractatus in mehrfachem Sinn gebraucht und dem Wertbegriff angenähert. Die Wertprädikate wie 'schön' und 'gut' gehören aber im Tractatus zum Unsinnigen. Während das Sinnvolle in der Beschreibung der Wirklichkeit besteht und das Sinnlose als Grundlage der Deutung der Logik funktioniert, soll das Unsinnige schlechthin unaussag- und undenkbar sein. Dennoch ist es möglich, zwischen zwei Arten des Unsinnigen im Tractatus zu unterscheiden: (1) was gezeigt werden kann, (2) was ohne irgendwelche kognitive Funktion ist. Das mystische Zeigen wird in der späteren Philosophie Wittgensteins entmystifiziert. In ihr kann man auch einer gewissen Differenzierung zwischen der ethischen Charakterisierung und der ästhetischen Charakterisierung der Wirklichkeit nachspüren
Keywords Analytic Philosophy
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ISBN(s) 0165-9227
DOI 10.5840/gps19842118
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