Synthesis Philosophica 24 (1):101-116 (2009)

Abstract
Am Ende des 18. Jh., als eines der berühmtesten politischen Dokumente, Die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte, verabschiedet wurde, war die Antwort auf die Frage nach dem „Was” der Menschenrechte nicht schwer zu finden, obwohl damit Neuland einer grundsätzlich anderen politischen Moral betreten wurde. Auf diese oder andere Weise wurden die Menschenrechte aus der Vernunft abgeleitet, d. h. aus einem Vermögen, welches ein „Evangelium der reinen Vernunft” schreiben sollte. Eineinhalb Jahrhunderte später, im Jahr 1948, war eine solche Antwort nicht nur hindernisreich, sondern es ist in den einigen mageren Jahren des Wirkens der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte klar geworden, dass das Suchen nach dem „Was” der Menschenrechte jeden Tag mehrere und tiefere Unstimmigkeiten zum Vorschein bringt. Deswegen wird eine strategische Verschiebung vorgeschlagen: Erklären wir die Frage nach dem „Was” als überholt und widmen wir uns dem „Wie” der Menschenrechte. Anstatt der positiven Aufgabe, welches Denken auf das „Was” der Menschenrechte antworten kann, schlagen wir eine negative Aufgabe vor: Welches Denken kann dem „Wie” der Menschenrechte schaden? In diesem Beitrag soll gezeigt werden, dass sich durch die Postmoderne das onto-theo-logische Denken eingeschlichen hat, das als eine Linse wirkt, die den Blick auf die Menschenrechte verzerrt und dadurch eine der größten zeitgenössischen Gefahren für die Menschenrechte mit sich bringt
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